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Blaulicht Aufbruchserie bei BMW-Fahrzeugen beschäftigt Celler Polizei
Celle Blaulicht Aufbruchserie bei BMW-Fahrzeugen beschäftigt Celler Polizei
16:54 18.08.2017
Von Gunther Meinrenken
BildunterschriftBildunterschrift Quelle: Friso Gentsch
Celle

"Die Täter haben es immer auf die gleichen Fahrzeugteile abgesehen. Sie schlagen eine Seitenscheibe der Autos ein, um ins Innere der Wagen zu gelangen und bauen dort in der Regel die Lenkräder, Entertainmentsysteme aus der Mittelkonsole und Navigationsgeräte aus", fasst Polizeisprecher Torsten Wallheinke die Fälle zusammen. In einigen Fällen sei noch nicht einmal geklärt, wie die Täter in die Fahrzeuge gelangt seien. Sollte es sich ergeben, nehmen die "Automarder" auch noch andere Wertgegenstände, die die Besitzer im Auto liegen gelassen haben, mit wie etwa Portmonees. So auch geschehen in Hambühren.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sie es mit absoluten Profis zu tun haben. Die Autoteile würden oft ohne größere Beschädigungen ausgebaut. "Dafür braucht man schon das richtige Werkzeug und man muss genau wissen, was man will. Die Täter sind gut vorbereitet", sagt Wallheinke, der vermutet, dass es sich um organisierte Banden, womöglich aus dem osteuropäischen Raum, handelt, die im ganzen Bundesgebiet aktiv sind.

Dafür spreche, dass es vor Ort zwar immer wieder, aber nur punktuell zu Vorfällen komme. "Es gibt kleine Serien von Aufbrüchen, bei denen lediglich zwei oder drei Fahrzeuge betroffen sind. Alle Tatorte liegen dicht beieinander", berichtet Wallheinke. Das spreche dafür, dass die Täter nicht länger an einem Ort aktiv sein wollen, lieber durch die Republik reisten und nur im Abstand von mehreren Wochen oder Tagen in einer Gegend aktiv sein würden. Die Taten würden ausschließlich zur Nachtzeit ausgeübt.

Ob die Autoknacker auf Bestellung arbeiten würden, könne man nicht sagen. Möglich sei auch, dass sie ihre Beute im Internet weiterverkaufen. "Fakt ist leider, dass wir nur wenig Anhaltspunkte haben. Den Tätern ist nur schwer beizukommen. Bei den Aufbrüchen haben sie keine verwertbaren Spuren hinterlassen", so Wallheinke.