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Blaulicht Automaten-Knacker aus Celle vor Landgericht Lüneburg
Celle Blaulicht Automaten-Knacker aus Celle vor Landgericht Lüneburg
18:29 03.04.2018
Celle Stadt

Das Landgericht Lüneburg will ein Zeichen setzen. Das Verfahren soll die Angriffe auf Geldautomaten von Mitgliedern der organisierten Kriminalität schärfer sanktionieren helfen. Die Staatsanwältin legt einem 25-Jährigen unter anderem versuchten Mord und vierzehnfachen besonders schweren Diebstahl zur Last. Er habe sich spätestens im November 2016 einer kriminellen Horde angeschlossen. Die Gangster entwendeten in Norddeutschland eine Vielzahl von Fahrzeugen, mithilfe von Spanngurten rissen sie mehrere Geldautomaten aus ihrer Verankerung. Ihre Beute luden die Kriminellen auf einen Transporter und schweißten sie in einer Autowerkstatt in Seesen (Kreis Goslar) auf.

Der 25-jährige Familienvater gab am ersten Verhandlungstag Einblicke in das Innenleben einer Bande und wie schnell es gelang, Menschen zu manipulieren. Viele Jahre arbeitete er in Rom als Gebäudereiniger und Bademeister. Die Wirtschaft verschlechterte sich und der Beschuldigte verlor seinen Job. Mehrfach versuchte er sein Glück in Deutschland und scheiterte. Vor zwei Jahren wagte er einen neuen Versuch.

In der Asylunterkunft in Lachendorf tauchten eines Tages seine Bekannten aus Braunschweig auf. "Lass uns einen Ausflug machen", lautete die verlockende Botschaft. Die Truppe fuhr herum, besorgte sich in Hannover mehrere Gramm Kokain. Spät in der Nacht kam sie zum eigentlichen Ziel der Tour. Der Beschuldigte war hautnah dabei, als die Gruppe am 24. November 2016 am Celler Krähenberg einen Sattelschlepper kurzschloss und wenig später in Burgwedel in den SB-Terminal einer Genossenschaftsbank krachte. Da der Bankomat standfest blieb, türmten die Räuber.

Der Angeklagte gestand mehrere Taten, unter anderem in Bienenbüttel und Uelzen. In der Nacht zum 11. Dezember 2016 fuhren die Langfinger nach Kassel und kundschafteten an der Sandershäuser Straße eine Spielhalle auffällig lange aus. Es sollte das schwerste Verbrechen der Serie werden. Zwei Anwohner schöpften Verdacht und beobachteten das Geschehen. Plötzlich heulte der Motor auf.

Ein Bandenmitglied raste mit 60 Stundenkilometern auf die Frau und den Mann zu, beide konnten sich durch einen Sprung in den Hauseingang vor dem Zusammenstoß mit dem tonnenschweren Koloss retten. Laut Anklage soll der 25-Jährige der Fahrer gewesen sein. "Nein, das stimmt nicht. Ich habe noch nie in einem Leben einen Lkw gefahren. Richtig ist, dass ich am Tatort und bei den Diebstählen der Autos eingebunden war", hieß es in der Einlassung und schob die Namen zweier Personen, die dafür infrage kommen können, nach.

Die Staatsanwältin hakte nach und fand heraus, dass einer der Genannten bereits hinter Schloss und Riegel sitzt und der andere sich irgendwo in der Bundesrepublik aufhält. Nach dem Coup in Nordhessen beendete der Vater eines Sohnes die Zusammenarbeit mit der Clique und kehrte nach Italien zurück, wo vor fünf Monaten durch den europäischen Haftbefehl die Handschellen klickten. Bis zum 27. April sind zehn Verhandlungstermine angesetzt.

Von Benjamin Reimers

In der Nacht zu Karfreitag hat die Polizei zwei Graffiti-Sprayer - gestellt, die zuvor einen Zugwaggon der S-Bahn am Bahnhof Celle - beschmiert hatten. - Gegen 02:20 Uhr fielen Mitarbeitern der DB-Sicherheit zwei - verdächtige männliche Personen auf, die sich auf das Schienengelände - am Bahnhof Celle begeben hatten. - Alarmierte Polizeibeamte erwischten die beiden 25 und 21 Jahre alten - Täter in flagrati beim Besprühen eines S-Bahn-Waggons.

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