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Blaulicht Betrug mit Seezungen: Celler verurteilt
Celle Blaulicht Betrug mit Seezungen: Celler verurteilt
17:40 13.12.2016
Celle Stadt

„Eine Bestellung hat ein Angestellter aufgegeben“, lautete eine verspätete Stellungnahme des 38-Jährigen. Die Gesamtbeträge über rund 10.000 Euro hätten vom Konto abgebucht werden sollen. Da die Finanzlage angespannt und das Konto überraschend abgeräumt gewesen sei, habe man auf bessere Umsätze gehofft. Trotz unbezahlter Erstbestellung habe der Delikatessen-Lieferant ihm als Neukunden zwei Tage später weitere Tiefkühlkost angeboten. „Wir haben Waren, wollt Ihr die“, habe es seitens der Firma geheißen, woraufhin er zugestimmt habe. Dann sei er in einen finanziellen Teufelskreis gerutscht.

Da das Gericht Huyo nicht nachweisen konnte, dass er aus dem Betrug, Profit schlagen wollte, verurteilte es den Mann nur wegen gemeinschaftlichen Betrugs. Nach Auffassung des Gerichts war auch das Handeln des Angestellten dem nicht vorbestraften Huyo als verantwortlichem Unternehmer zuzurechnen. Zu seinen Gunsten wurden die begonnene Wiedergutmachung und ein Geständnis gewertet. Er habe nach erfolgtem Rechtsgespräch „die Hosen runter gelassen“, so der Richter.

Von Anke Prause