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Blaulicht Brandstiftung an Harburger Straße: Das Ende einer turbulenten Beziehung?
Celle Blaulicht Brandstiftung an Harburger Straße: Das Ende einer turbulenten Beziehung?
22:18 06.02.2018
Quelle: Philipp Schulze/dpa
Celle Stadt

Der 35 Jahre alte Angeklagte soll sich vor fast genau einem Jahr, am 11. Februar, eine halbe Stunde vor Mitternacht in den Keller des Wohnhauses seiner Ex-Freundin an der Harburger Straße geschlichen haben. Er soll Benzin vergossen, den Kraftstoff angezündet und im Weggehen den Gashahn geöffnet haben. Der Staatsanwalt bezeichnete die Vorgehensweise als „heimtückisch“ und listete weitere Mordmerkmale – „niedrige Beweggründe und gemeingefährliche Mittel“ – auf. Der aufgedrehte Gashahn fiel bei dem Löschangriff zunächst nicht auf. Zufällig entdeckte ein Feuerwehrmann die Leckage und warnte seine Kameraden.

Die ganze Dramatik des Geschehens unterstrich ein in der Hauptverhandlung verlesener Notruf, der um 23.47 Uhr die Rettungsleitstelle erreichte: „Es brennt. Der Flur ist verraucht. Wir können nichts sehen. Es riecht nach Benzin. Kommen nicht mehr raus. Alles schwarz.“ In den oberen Stockwerken des Mehrparteienhauses wartete eine neunköpfige Familie sehnsüchtig darauf, aus dem Inferno gerettet zu werden.

Als die Verfahrensbeteiligten im Gerichtssaal der Ex-Freundin zuhörten, spürte das fünfköpfige Richtergremium eine Wut, die sich in ihr aufgestaut hatte. Die 27-jährige Hausfrau fuchtelte mit den Armen, als sie über intime Details plauderte. Am Tattag seien eine Freundin und der neue Lebenspartner aus Nienburg zu Gast gewesen. Das Trio bereitete eine Pizza zu, schaute danach einen Film, als plötzlich die Rauchmelder im Haus ansprangen und Qualm in die Wohnung drang. „Wir haben in Sekundenschnelle die Kinder angezogen, sind in einen rückwärtigen Raum geflüchtet und haben auf die Feuerwehr gewartet.“

Das Schwurgericht interessierte besonders die Vorgeschichte dieses ungewöhnlichen Falls. In den vergangenen neun Jahren geriet die Beziehung in unzählige Turbulenzen. 14 Strafanzeigen, mal wegen zerstochener Reifen, mal wegen Stalking, erreichten die Polizei. Ab Januar 2016 änderte sich die Qualität der Übergriffe. Die dreifache Mutter fuhr vom Parkplatz, trat auf einmal ins Leere. Die Werkstatt stellte bei genauerer Untersuchung durchtrennte Bremsschläuche fest. Ist der Tatverdächtige der Urheber? Bis heute fehlen dafür gesicherte Erkenntnisse.

Es gibt unzählige Motive und mehrere Beschuldigte für den feigen Anschlag. Bis 21. Februar müssen mehr als 20 Zeugen aussagen. Für Anfang März ist der Urteilsspruch geplant.

Von Benjamin Reimers

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