Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Blaulicht Celle - "Junge Fahrer"
Celle Blaulicht Celle - "Junge Fahrer"
09:05 21.02.2014

Damit besteht für diese Altersgruppe

der 18 bis 24-jährigen das höchste Verkehrsunfallrisiko. Dies zeigt

sich auch in den Unfallzahlen für den Landkreis Celle im Jahr 2013.

Von insgesamt 16 Unfalltoten gehörten 5 dieser Altersgruppe an.

Typische Discounfälle gehörten allerdings nicht dazu.

"Die Unfallursachen sind charakteristisch für diese Altersgruppe.

Selbstüberschätzung und Imponiergehabe gehen einher mit fehlender

Fahrpraxis. Hinzu kommt, dass in dieser Altersgruppe eine besondere

Häufigkeit von Alkohol- und Drogenfahrten festgestellt wird, so der

Verkehrssicherheitsberater der Polizei.

"Viele dieser jungen Menschen machen sich gar keine Gedanken, was

auf sie zukommen kann, wenn sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

ein Fahrzeug führen." erklärt Ehlers.

Um die Anzahl der Verkehrstoten in dieser Altersgruppe zu reduzieren,

hat die Polizeiinspektion Celle ein spezielles Maßnahmenkonzept

entwickelt: Die Polizei geht in die Schulen hinein und klärt die

Schüler und Schülerinnen der höheren Klassenstufen über die

altersspezifischen Risiken wie z.B. Alkohol-/ Drogenkonsum in

Verbindung mit dem Straßenverkehr auf.

Dabei werde bewusst nicht der moralische Zeigefinger erhoben, sondern

die jungen Führerscheininhaber und angehenden Führerscheininhaber mit

der Realität konfrontiert. "Informationen über die Konsequenzen einer

Fahrt unter Alkohol-/Drogeneinfluss stehen im Vordergrund, wie

Unfallfolgen, Verlust der Fahrerlaubnis, des Versicherungsschutzes

und Verlust des Arbeits-Ausbildungsplatzes.

Noch stärker als bisher wird eine Verknüpfung von präventiven und

repressiven Maßnahmen vorgenommen, um die Nachhaltigkeit der

Prävention deutlich zu erhöhen. Die Polizeiinspektion Celle hat vor

diesem Hintergrund weitere Beamte in der Drogenerkennung im

Straßenverkehr ausgebildet, so dass hier ein verstärkter

Kontrolldruck aufgebaut wird.

Erweitert wird das Konzept um den Ansatz der Zivilcourage. Es geht

darum, ebenso die Mitfahrerinnen und Mitfahrer anzusprechen, um ihre

Verantwortung aufzuzeigen. Die zentrale Frage lautet: Was können

Mitfahrer tun, um Alkohol- und Drogenfahrten zu verhindern. Es ist

schon viel erreicht, wenn wir die jungen Leute zum Nachdenken über

ihr eigenes Verhalten anregen. In vielen Fällen gelingt das, so

Ehlers.

Zeitgleich werden in den Fahrschulen die angehenden

Führerscheinneulinge von Studenten über die Gefahren von Alkohol

und Drogen am Steuer aufgeklärt. Die Studenten wurden unter anderem

von der Polizei auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

.

Allerdings muss man auch deutlich sagen, dass es immer wieder junge

Menschen gibt, die die Gefahren ignorieren und ihren egoistischen

"Spaßfaktor" in den Vordergrund stellen. Präventionsmaßnahmen haben

hier wenig Erfolg. Hier helfen nur konsequente Kontrollen und

Sanktionen wie Entzug der Fahrerlaubnis. Gerade in dieser

Altersgruppe wird der Verlust des Führerscheins als besonders

empfindliche Strafe empfunden.

Von redaktion@presseportal.de (presseportal.de)