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Blaulicht Celle - Polizei im Landkreis Celle veröffentlicht die Verkehrsunfallzahlen - die Anzahl der Verkehrsunfälle ist gesunken - Zahl der Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen auf Tiefststand
Celle Blaulicht Celle - Polizei im Landkreis Celle veröffentlicht die Verkehrsunfallzahlen - die Anzahl der Verkehrsunfälle ist gesunken - Zahl der Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen auf Tiefststand
17:05 20.03.2018
VU-Statistik 2017 Landkreis Celle Quelle: Polizeiinspektion Celle
Celle

Bei einer Zahl von 3956 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen

konnte im Vergleich

zum Vorjahr (4079) ein Rückgang von 3,02 Prozent erreicht werden,

während im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg die

Gesamtzahlen um 3,6 Prozent angestiegen sind.

Der Leiter der Polizeiinspektion Celle, Eckart Pfeiffer, zieht eine

positive Bilanz:

"Die gesunkenen Gesamtzahlen der Verkehrsunfälle sind eine eine

erfreuliche Entwicklung".

Insbesondere der deutliche Rückgang der Verkehrsunfälle mit

Schwerverletzten auf Rekordtief sowie der sogenannten "Baumunfälle"

zeigen, dass die Maßnahmen derVerkehrssicherheitsarbeit im

Landkreis Celle Früchte getragen haben.

Kernpunkte der Verkehrsunfallstatistik 2017

- Rückgang der Verkehrsunfallzahlen um 3,02 Prozent im Vergleich

zum Vorjahr

- Rückgangder Verkehrsunfälle mit schwerem Personenschaden (von

107 auf 96)

- Rückgang der Anzahl der Leichtverletzten um 14,39 Prozent (von

785 auf 672)

- Rückgang der Anzahl der Schwerverletzten von 115 auf 105

- Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen gesunken (von 11

auf 9)

- Rückgang der "Baumunfälle" (von 82 auf 73)

- Rückgang der Wildunfälle um 15,71 Prozent auf 880 (2016: 1044)

- Aufklärungsquote bei Verkehrsunfallflucht liegt bei 40,58

Prozent (2016: 43,63 Prozent)

- Jeder vierte Verkehrsunfall geht mit Flucht einher

- Hauptunfallursache ist Wild auf der Straße

- Unfälle mit Kinderbeteiligung nehmen ab

Tödliche Verkehrsunfälle

Insgesamt 9 Verkehrstote aller Altersgruppen waren im Jahr 2017 auf

den Straßen im Landkreis Celle zu beklagen, darunter befand sich

leider auch ein Kind.

Fünf dieser tödlichen Unfälle ereigneten sich außerhalb geschlossener

Ortschaften.

Drei Getötete waren Radfahrer.

Sie könnten noch leben, wenn sie einen Helm getragen hätten!

Bei vier tödlichen Verkehrsunfällen war die Ursache jeweils

Geschwindigkeitsüberschreitung.

Bei Betrachtung eines 5-Jahres-Zeitraum wird deutlich, dass sich die

meisten tödlichen Verkehrsunfälle zur Tageszeit ereignet haben.

Unfälle mit Radfahrerbeteiligung

Die Anzahl ist leicht rückläufig (von 268 auf 260). 188

Radfahrunfälle gab es im Stadtgebiet Celle, 72 Unfälle in den

Landkreis-Gemeinden. Die meisten Radfahrunfälle (248) ereigneten sich

innerhalb geschlossener Ortschaften.

Hingegen ist ein Anstieg der getöteten Radfahrer zu verzeichnen (von

1 auf 3).

Acht Unfallbeteiligte nutzen ein Pedelec. Ein Pedelec-Nutzer wurde

schwer, fünf Pedelec-Nutzer wurden leicht verletzt.

In diesem Kontext warnt der Polizeipräsident der Polizeidirektion

Lüneburg, Robert Kruse:

Obwohl es sich derzeit nur um einen geringen Anteil an den

Gesamtunfällen handelt, wird dieses Verkehrsmittel bei der

Verkehrsunfallprävention und -überwachung künftig verstärkt zu

betrachten sein."

Unfälle mit Fußgängern

Die Anzahl ist deutlich rückläufig um 35,71 Prozent (von 70 auf 45).

29 Unfälle ereigneten sich im Stadtgebiet Celle, 16 Unfälle in den

Landkreis-Gemeinden. Nahezu alle Unfälle ereigneten sich innerhalb

geschlossener Ortschaften (43).

Ein Fußgänger wurde getötet, 11 Fußgänger wurden schwer, 25 leicht

verletzt.

Baumunfälle

Die Anzahl ist rückläufig (von 82 auf 73).

Ursächlich sind unfallverhütende Umgestaltungen im Verkehrsraum wie

z.B. die Aufstellungen von Schutzplanken sowie Unterfahrschutz in

Kurvenbereichen.

Wildunfälle

Die Anzahl der Wildunfälle ist gesunken (von 1044 auf 880).

Die mittlerweile an zahlreichen Leitpfählen angebrachten Reflektoren

dürften diese günstige Entwicklung gefördert haben.

Jeder vierte Verkehrsunfall ist ein Wildunfall!

Verkehrsunfallflucht

Die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten im Landkreis Celle ist leicht

angestiegen (von 942 auf 998). Es konnten 405 Taten aufgeklärt

werden. Damit liegt die Aufklärungsquote bei 40,58 Prozent (im Jahr

2016: 43,63 Prozent).

Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt! Fast jeder zweite

Unfallflüchtige wird ermittelt.

Dazu der Polizeipräsident Robert Kruse:

"Die hohe Aufklärungsquote bei Verkehrsunfallfluchten verdeutlicht

das Risiko, das diese Täter eingehen."

Unfälle mit Kinderbeteiligung

Insgesamt sind die Zahlen rückläufig. Im Jahr 2017 waren 82 Kinder

(bis 14 Jahre) an einem Verkehrsunfall beteiligt, im Jahr zuvor noch

94 Kinder.

56 Kinder erlitten durch den Unfall leichte Verletzungen (2016:81); 9

Kinder wurden schwer verletzt (2016:10); ein Kind wurde getötet

(2016:0).

Drei der Kinder waren unterwegs als Fußgänger, 50 Kinder als

Radfahrer und 33 Kinder als Mitfahrer.

Von Polizeiinspektion Celle

Im Jahr 1978, man kann es sich heute kaum vorstellen, starben auf Celler Straßen 91 Menschen. "Jedes Wochenende gab es einen tödlichen Unfall", sagt Karl-Heinz Kroll, pensionierter Verkehrsexperte der Celler Polizei. Die Ursachen waren vielfältig: Es war die Hochzeit der Diskotheken, die Autos waren weitaus weniger sicher, viele fuhren nicht angeschnallt.

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