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Blaulicht Celle - Polizeiliche Kriminalstatistik 2017: - Weniger Straftaten - Aufklärungsquote weiter gestiegen
Celle Blaulicht Celle - Polizeiliche Kriminalstatistik 2017: - Weniger Straftaten - Aufklärungsquote weiter gestiegen
05:05 28.02.2018
Celle

"Stadt und

Landkreis Celle sind eine sichere Region", stellte Pfeiffer als

Kernaussage voran. Die Gesamtzahl der im Landkreis Celle begangen

Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Zahl

verringerte sich von 11.581 (2016) auf 10.949 (2017) und lag damit

auf dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Die

Aufklärungsquote stieg dabei von 62,13 % (2016) auf 64,83 % (2017)

an. Sie liegt damit deutlich über dem Wert der Polizeidirektion

Lüneburg (62,76%) und dem des Landes (62,30%).

Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg Robert Kruse dazu:

"Die Bürgerinnen und Bürger im Zuständigkeitsbereich der

Polizeidirektion Lüneburg leben in einer sicheren Region. Die

Fallzahlen sind auf den niedrigsten Wert seit 2001 gefallen. Die hohe

Aufklärungsquote ist das Resultat einer andauernden Beharrlichkeit

bei der Aufklärung von Straftaten bei gleichzeitiger Wahrung der

notwendigen Flexibilität, mit der sich die Polizei immer wieder auf

neue Kriminalitätsformen einstellt."

Das Risiko, Opfer einer Straftat im Landkreis Celle zu werden, ist

geringer geworden. Ausschlaggebend für den positiven Trend dürfte zum

einen die sichtbare Polizeipräsenz im Zusammenhang mit den Prozessen

am Oberlandesgericht sein. Zum anderen trägt die professionelle

Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei Celle und die

sehr gute Zusammenarbeit mit der hiesigen Staatsanwaltschaft dazu

bei.

Die differenzierte Betrachtung der phänomenspezifischen

Entwicklung der Kriminalität wurde durch Christine Reinert

vorgestellt.

Straftaten gegen das Leben: Im Jahr 2017 stiegen die Zahlen auf 17

Taten (Vergleich 2016: 14 Taten). Nahezu alle Taten konnten

aufgeklärt werden (88,24 %).

Rohheitsdelikte: In diesem Deliktsbereich werden Raub,

Körperverletzung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit

zusammengefasst. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Gesamt-Fallzahlen

fast unverändert. Die Anzahl der Körperverletzungen sank von 1349 auf

1297 Straftaten. Jedoch sind Straftaten gegen die persönliche

Freiheit von 491 auf 533 Taten angestiegen. Die schon im Vorjahr hohe

Aufklärungsquote konnte noch weiter gesteigert werden auf 92,57%.

Straßenkriminalität: Ein sehr deutlicher Rückgang von 2532 (Jahr

2016) auf 2098 (Jahr 2017) dürfte das subjektive Sicherheitsgefühl

der Bürger im Landkreis Celle stärken. Über 400 Straftaten weniger -

auch hier ein 10-Jahres-Tief!

Diebstahlsdelikte: Bei der zahlenmäßig größten Deliktsgruppe, den

Diebstählen, ist eine signifikante Abnahme der Fallzahlen von 4198

(Jahr 2016) auf 3737 (Jahr 2017) auffällig. Dem gegenüber steht eine

im Vergleich zum Vorjahr gesteigerte Aufklärungsquote um 2,91 %. Auch

Diebstähle an und aus Kraftfahrzeugen sind um 34% zurückgegangen.

Gründe für diese positive Bilanz sind zum einen die Inhaftierung

eines Intensivtäters sowie Präventivmaßnahmen wie zum Beispiel die

Veröffentlichung von Verhaltenshinweisen. Fahrraddiebstähle bewegten

sich auf einem 10-Jahres-Tief. Die Fallzahlen sanken von 783 (Jahr

2016) auf 690 (Jahr 2017).

Wohnungseinbrüche: Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist um 18,6 %

im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Im Jahr 2017 gab es 266 Taten,

im Jahr 2016 waren es noch 327 Taten. Davon 34% Einbruchsversuche,

dass heißt, den Tätern ist es nicht gelungen, in Haus oder Wohnung zu

gelangen. Die Aufklärungsquote liegt bei 24,06 % und damit über dem

Landesdurchschnitt und dem Durchschnitt in der Polizeidirektion

Lüneburg.

Diese erfreuliche Entwicklung ist auf wirkungsvolle

Präventivmaßnahmen zurückzuführen, wie Sonderstreifen, mehrfach im

Jahr stattfindende Schwerpunktkontrollen und nicht zuletzt durch die

hohe Anzahl an individuellen Beratungen sowie regelmäßigen, gut

besuchten Informationsveranstaltungen des Beauftragten für

Kriminalprävention der Polizei Celle, Christian Riebandt. Herr

Riebandt ist telefonisch unter der Rufnummer 05141/277-208

erreichbar.

Die Polizei ist bei ihrer Arbeit hier besonders auf Hinweise aus

der Bevölkerung angewiesen! Verdächtige Beobachtungen sollten daher

stets der Polizei gemeldet werden! Entweder über den Notruf 110 oder

über die Amtsleitung 05141/277-0)!

Sachbeschädigungen: Die Fallzahlen sind um 220 Taten gesunken. Im

Jahr 2017 wurden 1221 Sachbeschädigungen bearbeitet. Die

Aufklärungsquote liegt bei 37,43%.

Vermögens-und Fälschungsdelikte: Insgesamt ist ein leichter

Rückgang auf 1867 Taten zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote liegt

bei 81,31 %. Darin enthalten ist auch der Warenbetrug im Internet.

Hier ist ein Anstieg der Fälle von 120 (Jahr 2016) auf 320 (Jahr

2017) Taten zu verzeichnen.

Gewalt gegen Polizeibeamte: Entgegen der dargestellten

Fallzahlenrückgänge in vielen Bereichen stieg die Zahl der Fälle von

Gewalt gegen Polizeibeamte kontinuierlich an. Im Landkreis Celle

registrierte die Statistik insgesamt 66 Fälle für das Jahr 2017 (im

Jahr 2016: 51 Fälle). 26 Polizeibeamte trugen Verletzungen davon.

Kriminalität im Kontext mit Zuwanderern: Für das Jahr 2017 sind im

Bereich der PI Celle 537 Straftaten durch Asylsuchende registriert.

Dabei sei erwähnt, dass es sich nicht in jedem Fall um Zuwanderer

handelt, die im Landkreis Celle ihren Wohnsitz haben. Festzustellen

ist, dass es keine besonderen Auffälligkeiten gibt und die

überwiegende Mehrheit der Asylsuchenden nicht straffällig wird.

Fazit des Inspektionsleiters Eckart Pfeiffer:

Die niedrigsten Fallzahlen der letzten 10 Jahre, bei

gleichzeitiger Erhöhung der Aufklärungsquote, die starken Rückgänge

bei den Wohnungseinbrüchen und Diebstählen sowie der

Straßenkriminalitätzeigen, dass sich die Bürger im Landkreis Celle

sicher fühlen können.

Von Polizeiinspektion Celle

Wenn Christian Riebandt bei seinen Beratungen oder Vorträgen fragt, wie viele Einbrüche sich im Landkreis Celle pro Jahr wohl ereignen, bekommt der Beauftragte für Kriminalprävention der Polizei Celle immer eine Zahl zwischen 1500 und 2000 genannt. Tatsächlich ist die Zahl aber sehr viel niedriger. "Lediglich" 266 Wohnungseinbrüche registrierte die Polizei Celle im vergangenen Jahr, bei jedem dritten Fall blieb es sogar beim Versuch. Und nicht nur das: Im Jahr 2017 sank die Zahl der Straftaten insgesamt auf ein Zehn-Jahres-Tief. Gleichzeitig erhöhte sich die Aufklärungsquote. Aber: Gewalt gegen Polizisten und Straftaten gegen das Leben nehmen zu.

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