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Blaulicht Celler Flohbisse führen zu Großeinsatz in Gifhorn (aktualisiert)
Celle Blaulicht Celler Flohbisse führen zu Großeinsatz in Gifhorn (aktualisiert)
20:48 05.06.2016
Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Landrat Klaus Wiswe bestätigte am Sonntag der CZ die Diagnose der Ärzte. Mein Kenntnisstand ist, dass es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Flöhe handelt", so Wiswe. Etwas erstaunt ist er über die Reaktion im Landkreis Gifhorn. Bei Lobetal war bis zu gegenwärtigen Zeitpunkt niemand zu erreichen.

Dort reagierten die Verantwortlichen etwas massiv auf die Meldungen. Grund war eine Pflegerin, die in der Celler Einrichtung arbeitet und in Steinhorst wohnt. Sie wurde von ihrem Arbeitgeber nach der Rückkehr von ihrer Nachtschicht kontaktiert. Die meldete sich auf Bitte des Arbeitgebers dort in der Rettungsleitstelle und die schickte gleich 50 Personen und einen Notarzt wegen der unklaren Gefahrenlage, wie ein Sprecher sagte. Wegen des Aufgebotes kursierten offenbar in Steinhorst gleich Begriffe wie Fieber und Ebola.
>Doch sowohl die Frau als auch die Bewohner der Celler Einrichtung waren gesund. Der Celler Ordnungsamtsleiter zeigte sich überrascht: "Niemand hat auch nur im Ansatz über ein hoch ansteckendes Fieber gemutmaßt." Die Ursache des Hautausschlages wurde denn auch gefunden. Bei allen Patienten liegt vermutlich ein Parasitenbefall vor. "Die Kollegen in der Medizinischen Hochschule berichten, dass die Patienten stabil sind, keine Schmerzen und kein Fieber haben", sagte der Amtsarzt Bauer dem NDR. Vielmehr deute alles auf harmlose Flohbisse hin, da seien sich die Mediziner in Hannover und Celle einig. Steche ein Floh zu, gebe es häufig Hauterscheinungen, die wie Ausschlag aussehen, sagte Bauer.

Die Einrichtungsleitung des Celler Wohnheims will Decker zufolge nun alles veranlassen, damit die Räumlichkeiten entsprechend gereinigt und die mutmaßlichen Parasiten beseitigt werden.

Von Tore Harmening