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Blaulicht Celler Hundebesitzer in Angst
Celle Blaulicht Celler Hundebesitzer in Angst
13:59 04.12.2016
Von Gunther Meinrenken
Zerschlagene Glasscherben sorgen derzeit im Hehlentorgebiet für Unruhe bei Hundebesitzern. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Die Glasattacke sei besonders perfide, so der Hundehalter, da zwischendurch für ein paar Meter keine Splitter ausgestreut worden seien. „Damit sollen sich die Hundebesitzer wohl in Sicherheit fühlen“, vermutet der Celler, der darauf hinweist, dass das Ausstreuen der Scherben nicht der erste Vorfall sei.

„Vor vier und vor zwei Wochen hat der Unbekannte hier kiloweise zerkleinerte Geflügelknochen verstreut. Die dürfen Hunde nicht essen, weil sie splittern und dabei lebensgefährliche Verletzungen verursachen können“, erzählt der Hundehalter. Außerdem würden die Knochenreste Ratten anlocken, die niemand gerne in der Nachbarschaft haben möchte. Anwohner hätten die Geflügelknochen beseitigt.

Roman Thönies, Leiter des Celler Tierheims, wird immer wieder mit Geschichten konfrontiert, in denen Tiere Opfer solcher Attacken werden. „Das kommt leider öfter vor. In vielen Fällen gehen die Täter anonym vor. Am Wasserturm hat es im Sommer auch schon einmal einen Vorfall gegeben, bei dem Geflügelknochen weitflächig verteilt wurden. Leider muss man davon ausgehen, dass es hier jemand auf Hunde abgesehen hat“, berichtet Thönies. Er rät den Hundehaltern, nur noch mit Taschenlampe Gassi zu gehen, wenn es dunkel ist, und aufmerksam zu werden, wenn die Tiere anfangen neugierig an etwas herumzuschnüffeln.

Bei der Celler Polizei haben die Anwohner die Vorfälle noch nicht gemeldet. Das sollten sie aber durchaus machen, wie Polizeisprecher Thorsten Wallheinke rät. „Bei konkreten Hinweisen, die darauf deuten, dass mit Absicht Tiere verletzt werden sollen, liegt ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Da wäre es gut, wenn wir die Vorfälle dokumentieren, falls einmal eine verdächtige Person gemeldet wird“, so Wallheinke.