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Blaulicht Dreister Dieb muss ins Gefängnis
Celle Blaulicht Dreister Dieb muss ins Gefängnis
17:40 07.01.2014
Celle

Vor Gericht legte der 34-jährige Angeklagte ein Pauschalgeständnis ab. Es sei richtig, dass er die Duftwasserflaschen gestohlen habe, jedoch könne er sich an Tage und Einzelheiten nicht mehr erinnern. Er habe die Parfüms verkaufen wollen, um sie zu Bargeld zu machen, so der Drogenabhängige, der in Celle wohnt.

Nachdem er am 11. April vergangenen Jahres das erste Mal erfolgreich Markenparfüm im Wert von knapp 90 Euro hatte mitgehen lassen, war er kurz darauf erneut in der Filiale in der Bergstraße aufgetaucht, um eine weitere Parfümflasche derselben Marke zu entwenden. Ein Kaufhausdetektiv hatte den ihm bereits bekannten Hartz-IV-Empfänger bei dessen erstem „Coup“ beobachtet und sofort Kontakt mit der Innenstadtwache aufgenommen. „Als ich zum Geschäft zurückkam, war der schon wieder da und klaute ganz dreist eine zweite Parfümflasche“, sagte der 41-jährige Zeuge. Das vorausgegangene lebenslange Hausverbot sei vom Angeklagten wiederholt missachtet worden, berichtete der Kaufhausdetektiv.

„Ich musste jeden Tag zum Arzt nach Hannover und habe öfter den Zug verpasst“, sagte der Vater eines minderjährigen Kindes zu seiner Selbstverteidigung. Ohne die ärtzlich überwachte, tägliche Medikamenteneinnahme zur Bekämpfung seiner Drogensucht sei er aufgeschmissen gewesen und habe sich Geld für „Stoff“ besorgen müssen, hieß es weiter. Ein weiterer Anklagepunkt gegen den gelernten Handwerker wurde aufgrund von Verfahrensmängeln eingestellt. Im Schriftsatz der Staatsanwaltschaft war ein falscher Tattag notiert worden.

Von Anke Prause