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Blaulicht Einspruch nach Unfallflucht: Gericht mildert Strafe
Celle Blaulicht Einspruch nach Unfallflucht: Gericht mildert Strafe
03:43 07.08.2018
Celle Stadt

Die ursprünglich verhängte Geldsumme sei nicht das Problem gewesen, sondern das Fahrverbot, sagten die gebürtige Cellerin und ihr Verteidiger. Als Mutter mehrerer zum Teil krankheitsanfälliger Kinder sei es nicht tragbar, ohne Führerschein auskommen zu müssen, hieß es in der Einspruchsbegründung.

Grund für das verhängte Fahrverbot gegen die bislang straf- und verkehrsrechtlich nicht belastete 25-Jährige war ein missglücktes Wendemanöver der Angeklagten. Die Hausfrau hatte im Dezember ihren Familienwagen auf einem Celler Parkplatz zurückgesetzt, war bei Glatteis mit dem Heckteil des Autos in ein anderes Fahrzeug gerutscht und hatte dann ihren Wagen in einer in der Nähe des Tatorts gelegenen Straße abgestellt.

Der entstandene Fremdschaden soll sich auf 1460 Euro belaufen. Nachdem Polizeibeamte zwei Tage später den Halter des Unfallfahrzeugs ausfindig gemacht hatten, war von der Angeklagten Selbstanzeige erstattet worden.

„Wir hatten zuvor einen Ehestreit, und dann bin ich mit dem frisch angeschafften Neuwagen losgefahren“, sagte die Hartz-IV-Empfängerin vor Gericht aus. Die Tatsache, dass sie nach dem Unfall ihr Auto in unmittelbarer Nähe zum Tatort abgestellt hatte, wurde vom Gericht als „äußerst geringe kriminelle Energie“ gewertet.

Von cz