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Blaulicht Feuer in Celler Reihenhaussiedlung: "Ein Albtraum, der wahr wurde"
Celle Blaulicht Feuer in Celler Reihenhaussiedlung: "Ein Albtraum, der wahr wurde"
18:40 06.05.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Feuerwehr Celle
Celle-Heese

Gegen 4.30 Uhr wird eine junge Frau langsam vom Knistern des Feuers wach. "Ich dachte erst, es fließt irgendwo Wasser", erzählt sie später. Hinzu kommt das Stimmengewirr der Nachbarn, dann klingelt auch noch die Polizei, denn der Dachstuhl des Nebenhauses brennt am Samstagmorgen lichterloh. "Das fühlte sich an wie ein Albtraum, der wahr wurde", so die Anwohnerin. "Bei einigen Nachbarn musste die Polizei minutenlang klingeln, ehe sie tatsächlich wach wurden."

Aus Sicherheitsgründen müssen viele Nachbarn in der Reihenhaussiedlung an der Salaterei Ecke Kniprodestraße ihr Haus verlassen und schnellstmöglich das Auto umparken, damit die zwölf Feuerwehrfahrzeuge durch die engen Straßen kommen. Aus sicherer Entfernung sehen die Anwohner zu, wie die Freiwillige Feuerwehr Celle-Hauptwache den Brand löscht. Flammen schlagen aus den Fenstern der Stirnseite und aus dem Dach des dreigeschossigen Gebäudes.

Unter Atemschutz und mit zwei Drehleitern kämpfen die Kameraden gegen das Feuer und verhindern mit dem Aufbau einer Riegelstellung, dass die Flammen vom Dachstuhl des Eckhauses auf das Nachbargebäude überschlagen. "Zum Glück haben wir zu unseren Nachbarn eine Brandschutzmauer", sagt die Anwohnerin.

Als die Feuerwehr eintrifft, sind die drei Bewohner des Eckhauses zum Glück nicht mehr im Gebäude. Niemand wird verletzt. "Dieses Haus ist nicht mehr bewohnbar", betont ein Polizeisprecher. Der Dachstuhl sei völlig zerstört, das Fundament habe Risse. Die Höhe des Schadens schätzen seine Kollegen auf 70.000 Euro. Einsturzgefahr bestehe nicht. Die Bewohner sind bei Bekannten untergekommen. "Ich kann jetzt oben ins Nebenhaus schauen", verrät die Nachbarin.

Die Polizei hat das Eckhaus inzwischen mit Flatterband abgesperrt und die Tür versiegelt. Heute nehmen die Beamten die Ermittlungen auf. Bislang sei die Ursache des Brandes ungeklärt, so der Polizeisprecher. Er ergänzt: "Vermutlich war es ein technischer Defekt." Vorsätzliche als auch fahrlässige Brandstiftung könnten ausgeschlossen werden.

Am Samstagmorgen gegen 7.15 Uhr verlassen die letzten der insgesamt 60 Einsatzkräfte die Reihenhaussiedlung. Für die routinierten Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter ist es der fünfte Großbrand in diesem Jahr. Nichts Ungewöhnliches also. Doch die Nachbarschaft muss den Schock erst noch verdauen.

Am Samstag, den 5.

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