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Blaulicht Freispruch nach blutiger Attacke in Celle
Celle Blaulicht Freispruch nach blutiger Attacke in Celle
13:30 17.05.2018
Celle

In dem Prozess ging es um einen gefährlichen Angriff mit den Resten einer Bierflasche auf eine 22 Jahre alte Frau. Die Attacke ereignete sich am 2. Dezember 2017 vor dem Verlagsgebäude der CZ an der Bahnhofstraße.

Mit ihrer Verlobten und drei weiteren Pärchen begann der Abend für die Cellerin zunächst feucht-fröhlich. Die Feiernden zogen durch verschiedene Clubs. Um kurz nach sechs Uhr morgens traten sie den Heimweg an. Auch der Beschuldigte nippte zur selben Zeit an Hochprozentigem. Entgegen den Behauptungen in der Anklageschrift folgte der Afrikaner der Gruppe aber nicht. Er verließ das Lokal „Treff 16“ eine halbe Stunde später und suchte in der Dunkelheit nach seiner verlorenen Geldbörse.

Nach Auffassung des Schwurgerichts nahmen die Beteiligten durch einen Zufall erneut Blickkontakt auf. „Where‘s my money“, hallte es der Gruppe entgegen. Es kam zu gegenseitigen Drohungen. Dann rannte die 22-Jährige von hinten an den Angeklagten heran, stand vor ihm und versetzte dem Afrikaner einen kräftigen Stoß gegen den Oberkörper. Es kam zu einem Gerangel. Dabei ging die Flasche zu Bruch. Der 26-Jährige riss plötzlich die Arme hoch und traf die Cellerin mit einem spitzen Stück einer Scherbe am Hals. Richter Kompisch sprach von einer „unwillkürlichen Notwehrlage“. „Vorsatz- und Fahrlässigkeitselemente fanden wir nicht“, erklärte der Vorsitzende. Eine Notoperation rettete der Cellerin das Leben. Sie ist bereits wegen Körperverletzung vorbestraft.

Angesichts der zahlreichen Aussagen blieb das Gericht skeptisch. Nur eine unabhängige Zeugin habe den Verlauf der Ereignisse verlässlich geschildert, hieß es im Urteil. Demnach bemerkte eine Anwohnerin eine Frau mit langen schwarzen Haaren „und türkischem Aussehen“, die einen dunkelhäutigen Mann anging. Die Schwurgerichtskammer rückte letztlich vom Mordvorwurf ab. Die Staatsanwaltschaft und die Anwältin des Opfers hatten eine dreieinhalbjährige Haftstrafe für den Afrikaner wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert.

Nach dem Tod seines Vaters vor zehn Jahren hatte der Mann aus Guinea seine Heimat verlassen. Mit einem Schlauchboot flüchtete er später über das Mittelmeer nach Spanien. Der Wunsch in Frankreich neu anzufangen, erfüllte sich nicht. Das Ziel lautete nun Deutschland. Über das ostfriesische Leer ging es schließlich nach Eicklingen.

Von Benjamin Reimers

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