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Blaulicht Geldstrafe für Unfallflucht nach "leichtem Stupser"
Celle Blaulicht Geldstrafe für Unfallflucht nach "leichtem Stupser"
17:27 07.10.2015
Celle Stadt

hatte in der Hauptverhandlung zu Protokoll gegeben, erst nach dem Hinweis durch Polizisten auf den Schaden am Zaun aufmerksam geworden zu sein. Nach kurzer Begutachtung und Entwarnung durch ihren Mann sei sie nämlich nach der Kollision erleichtert weitergefahren und habe als Ortsunkundige die zuvor vom Navigationssystem falsch angegebene, unbefahrbare Straße wieder verlassen. Etwa 80 Meter weiter habe sie ihr Ziel angesteuert und sich wegen Zeitmangels vorgenommen, in der Mittagspause nochmal den Unfallort zu besehen.

Da sie beim Wenden nur einen ganz „leichten Stupser“ gegen nachgiebigen Widerstand wahrgenommen habe, sei es ihr anhand der später gezeigten Schäden schwergefallen, diese ihrem Fahrmanöver zuzuordnen, sagte die Angeklagte. Außerdem handele es sich bei den Spuren an ihrem Auto um Schmutzrückstände.

„Wenn ein Hindernis im Weg steht, bekommt man das mit“, sagte die Staatsanwältin und nannte in diesem Zusammenhang weitere Schilderungen, man habe im Auto Musik gehört und nichts gemerkt, physikalisch unlogisch. Während das Auto von W. nur geringfügige Beschädigungen aufwies, hatte die Eigentümerin des Zaunes einen Schaden in Höhe von 10.000 Euro zu beklagen.

Von Anke Prause