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Blaulicht Gericht verhandelt sexuelle Nötigung mit Pistole
Celle Blaulicht Gericht verhandelt sexuelle Nötigung mit Pistole
03:02 08.08.2018
Celle Stadt

In der Tatnacht habe der Angeklagte im Handy der späteren Geschädigten geschnüffelt und eine Liebes-SMS an einen gemeinsamen Bekannten gefunden, schilderte der Beklagtenvertreter. Aus Eifersucht habe sein Mandant seine damalige Freundin aus dem Bett zitiert, um sie in der Küche im Hinblick auf mögliche Trennungsabsichten sowie ihr fehlendes Engagement bei der Arbeitssuche zur Rede zu stellen. Dabei habe er vor ihr mit der Waffe hantiert. Nachdem man sowohl die Problematik der Arbeitslosigkeit als auch die des anderen Mannes in "vernünftigem Gespräch" habe klären können, seien der Angeklagte und seine Freundin wie gewohnt zu Bett gegangen.

Hierzu sei die Waffe in den Nachtschrank gelegt worden, so der Verteidiger. Den Angaben des Angeklagten zufolge sei es dann im Schlafzimmer zum einvernehmlichen Sex gekommen. Erst zwei Tage später, an denen es weitere sexuelle Kontakte zwischen dem Angeklagten und der Geschädigten gegeben habe, sei die nachweislich psychisch Vorbelastete heimlich aus dem Haus verschwunden und zu ihrem Geliebten gegangen, sagte der Beklagtenvertreter.

Die Wahrheitsfindung obliegt jetzt dem III. Schöffengericht. Plädoyers und Urteilsverkündung sollen im Dezember erfolgen. (pra)

Von Anke Prause