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Blaulicht Guido Bergmann ist neuer Chef vom Polizeikommissariat Bergen
Celle Blaulicht Guido Bergmann ist neuer Chef vom Polizeikommissariat Bergen
17:44 29.08.2017
Von Christopher Menge
Der bisherige Leiter des Fachkommissariats I bei der Polizei Celle, Guido Bergmann, ist zukünftig für über 60.000 Menschen im Landkreis Celle zuständig. Quelle: David Borghoff
Bergen Stadt

Damit steht der Vater von zwei erwachsenen Kindern nun an vierter Stelle in der Hierarchie der Polizeiinspektion Celle. „Er war meine Wunschbesetzung, denn Guido Bergmann hat ein herausragendes Urteilsvermögen“, sagt der Celler Polizeichef Eckart Pfeiffer. Besonders positiv sei, dass Bergmann sowohl den Schutz- als auch den Kriminaldienst kennengelernt habe. „Darüber hinaus hat Guido Bergmann eine herausragende Sozialkompetenz.“

Sicher eine gute Voraussetzung, denn als neuer Chef des Polizeikommissariats Bergen, das auch die Polizeistationen Faßberg, Unterlüß, Hermannsburg, Winsen, Wietze und Hambühren umfasst und für über 60.000 Einwohner zuständig ist, wird er anders als zuletzt viel mehr mit den Bürgern und Mitarbeitern der verschiedenen Institutionen in Kontakt kommen. „So eine Landdienststelle hat schon ihren Charme, denn man hat positiven Kontakt mit den Menschen, ist gerne gesehen“, sagt Bergmann. Als Leiter des Fachkommissariats I, das für Delikte am Menschen zuständig ist, sei das anders gewesen.

Auf der anderen Seite ist die Leitung einer Mordkommission eine der spannendsten, reizvollsten und herausforderndsten Aufgaben, die der Polizeidienst zu bieten hat. „Das ist sehr anspruchsvoll. Man steht unter Druck, den Fall möglichst schnell aufzuklären“, sagt Bergmann, der 1988 seine Ausbildung bei der Polizei Berlin begann.

Aber auch sein neuer Aufgabenbereich, den zuletzt Klaus-Dieter Höhne knapp 13 Jahre leitete, bringt einige Herausforderungen mit sich. „Die weltpolitische Lage verändert sich – das wird Auswirkungen haben“, sagt Bergmann. Konkret könnten sich zum Beispiel neue Aufgaben ergeben, wenn sich die Niedersachsen-Kaserne wieder mit mehr Soldaten füllt. „Im Nachtleben könnte es dann wieder mehr Auseinandersetzungen geben“, sagt Bergmann, der Holzeinschlag und Roadsterfahren als seine Hobbys nennt.

„Und auch bei der Terrorbekämpfung ist das ruhige Bergen nicht von der Weltgeschichte ausgesperrt“, betont Bergmann. Zwar sehe er keine besondere Gefahr für die Kleinstadt, aber wenn es beispielsweise in Hannover einen Anschlag geben würde, könnte es Aufgabe seiner Mitarbeiter sein, die flüchtenden Täter aufzuhalten. „Wichtig ist auch für ein subjektives Sicherheitsempfinden zu sorgen, das gilt auch in der Fläche“, ergänzt Pfeiffer. Neben der Polizeistation Celle ist daher auch Bergen rund um die Uhr besetzt.

Und dann sind da noch die ganz lokalen Probleme: „Die Berliner Straße ist eine Herausforderung“, sagt der neue Polizeichef. „Wir fahren da Streife, aber da ist ja nicht permanent Randale auf der Straße, sondern in den Wohnungen kommt es gelegentlich zu Auseinandersetzungen.“ Der Bereich sei keinesfalls eine „No-Go-Area“. Zudem wolle er die Drogenkriminalität bekämpfen. „Das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Bergen, aber wenn es einen Brennpunkt gäbe, würden wir entsprechend reagieren“, so Bergmann.