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Blaulicht Junge Frau in Bergen getötet: Polizei fahndet nach ihrem Freund
Celle Blaulicht Junge Frau in Bergen getötet: Polizei fahndet nach ihrem Freund
17:12 23.03.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Christian Link
Bergen Stadt

Nach dem Tötungsdelikt in Bergen steht ein 21-jähriger Mann unter Mordverdacht. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Der Mann aus Bergen ist flüchtig und wird mit internationalem Haftbefehl gesucht, teilten gestern Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit. Hintergrund: Es ist nicht auszuschließen, dass sich der Tatverdächtige bereits ins Ausland abgesetzt hat.

Der Bergener soll der Freund der 18-Jährigen gewesen sein, die am Donnerstag in einem Einfamilienhaus in einer bürgerlichen Gegend am Stadtrand von Bergen tot aufgefunden wurde. Nach Einschätzung der Strafverfolgungsbehörden handelt es sich bei dem 21-Jährigen auch um den Anrufer, der die Berger Polizei am frühen Donnerstagmorgen über die tote Frau informiert hatte. Das Opfer kommt nach CZ-Informationen aus Hermannsburg.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion wurden der Frau zahlreiche Verletzungen – unter anderem mit einem spitzen Gegenstand am Hals – zugefügt. Laut den Rechtsmedizinern sei an dem Leichnam eine Vielzahl von Verletzungen stumpfer und spitzer Gewalt festgestellt worden, die in der Summe zum Tod geführt hätten, sagte der Celler Polizeisprecher Thorsten Wallheinke. Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, den Tod seiner Freundin wenigstens billigend in Kauf genommen zu haben. Eine Mordkommission ermittelt. Das endgültige Ergebnis der Obduktion steht noch aus. Über den genauen Todeszeitpunkt ist noch nichts bekannt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Celle noch am Donnerstag einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den Mann erlassen. Nach ihm wird inzwischen mit internationalem Haftbefehl weltweit gefahndet, so Wallheinke weiter. Derzeit konzentrierten sich die Ermittlungen auf den Aufenthaltsort des Beschuldigten sowie der im Wohnhaus lebenden weiteren Familienmitglieder, die wenige Tage vor der Tat zu einem Verwandtenbesuch nach Russland gereist sein sollen. Die Polizei hat bislang noch keinen Kontakt zur Familie.

Der Tatverdächtige ist der älteste Sohn der sechsköpfigen Familie, die seit mehr als fünf Jahren in dem Klinkerbau lebt. Die Familie galt bisher als unauffällig. Der Tatverdächtige hat nach CZ-Informationen zwei Brüder und eine Schwester. Offenbar war er, während seine Familie in den Familienurlaub reiste, mit seiner Freundin allein zu Hause. Warum es zu der Gewalttat kam, ist derzeit völlig unklar. "Wir haben ein Spurenbild, wissen aber noch nicht genau, was sich abgespielt hat. Alles andere ist derzeit Spekulation", sagte Wallheinke.

Bergens Bürgermeister Rainer Prokop hat sich gegenüber der Celleschen Zeitung schockiert über das Gewaltverbrechen geäußert. "Das ist sehr bedrückend, wir fühlen mit den Angehörigen. Ich kenne die Familie vom Sehen. Je näher eine solch furchtbare Tat geschieht, desto mehr fühlt man mit", sagte das Stadtoberhaupt. Unterdessen gab es auf der CZ-Facebookseite zahlreiche Beileidsbekundungen.

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