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Blaulicht Mit Pfeil und Bogen: Verdacht der Jagdwilderei bei Rixförde
Celle Blaulicht Mit Pfeil und Bogen: Verdacht der Jagdwilderei bei Rixförde
16:54 19.09.2016
Von Simon Ziegler
Rixförde

RIXFÖRDE. Denn sie trafen in ihrem Jagdgebiet auf zwei junge Männer im Alter von 19 und 23 Jahren, die bewaffnet mit Pfeil und Bogen durch das Jagdrevier liefen. Da dies die Vermutung nahe legte, dass die beiden Männer aus Wieckenberg und Eickeloh (Heidekreis) Jagdwilderei betreiben könnten, wurde die Polizei benachrichtigt.

Die Beamten stellten fest, dass die beiden Männer tatsächlich einen Bogen aus Holz und mehrere hölzerne Pfeile, die mit einer Metallspitze versehen waren, mit sich führten. Dies ließ die Vermutung aufkommen, dass die beiden Jagdwilderei betrieben haben könnten oder diese unmittelbar bevor stand. Erlegte Tiere sind bei beiden jedoch nicht gefunden worden.

Ungewöhnlich war auch der Umstand, dass die beiden ein Kampfmesser mit sich führten. Dieses wies eine feststehende Klingenlänge auf, die einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellt. Die Länge der Klinge war deutlich länger als die erlaubten zwölf Zentimeter.

Bernd Engelke, Eigentümer von Gut Rixförde, war am Morgen dabei, als die beiden jungen Männer aufgegriffen wurden. Dass mit Pfeil und Bogen gewildert werde, kenne er höchstens aus einem „schlechten Krimi“, sagte er. „Mit Pfeil und Bogen auf Wild schießen, das geht überhaupt nicht“, stellte der Jäger klar. Werde ein Tier getroffen, könnte es möglicherweise erst nach drei bis fünf Tagen an den Verletzungen verenden – ein klarer Fall von Tierquälerei. Westlich von Rixförde sei inzwischen im Wald ein Pfeil gefunden worden.

Die Polizei hat Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Jagdwilderei sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen beide Männer eingeleitet. Pfeil und Bogen wurden sichergestellt. (siz)