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Blaulicht Mord in Bergen: Verdächtiger noch nicht ausgeliefert
Celle Blaulicht Mord in Bergen: Verdächtiger noch nicht ausgeliefert
15:46 20.04.2018
Von Simon Ziegler
Bergen Stadt

„Das Auslieferungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen“, sagte der Celler Oberstaatsanwalt Lars Janßen auf Nachfrage der Celleschen Zeitung. Das zuständige Bezirksgericht in Polen müsse über die Auslieferung entscheiden. „Wir rechnen täglich mit einer Nachricht aus Polen“, so Janßen weiter. Die Celler Ermittler von Staatsanwaltschaft und Polizei können das Verfahren nach seinen Angaben nicht beschleunigen. Es liege allein in der Zuständigkeit der polnischen Behörden, ob und wann sie den Mann mit russischem Pass nach Deutschland ausliefern.

Der 21-Jährige gilt als dringend tatverdächtig, seine 18-jährige Freundin aus Hermannsburg zwischen dem 20. und 22. März getötet zu haben. Danach flüchtete er nach Russland, ehe er Kontakt zur Celler Polizei aufnahm. Der Mann wurde, nachdem er mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde, schließlich an der polnischen Grenze festgenommen. Er wollte sich offenbar stellen.

Anhaltspunkte für mögliche Mittäter hat die Polizei nicht, sagte Janßen weiter. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange, die Mordkommission arbeite weiter an dem Fall. Das endgültige Ergebnis der Obduktion liegt nach Janßens Angaben weiterhin nicht vor. Auch nach der Beerdigung des Opfers würden Proben untersucht, sagte er, ohne auf Details einzugehen. Offen bleibt auch, wann die Familienangehörigen des Tatverdächtigen befragt werden können. Auch das ist noch nicht passiert, sie sollen dem Vernehmen nach immer noch im Ausland sein. Die Familie war einige Tage vor der Bluttat nach Russland gereist, um Verwandte zu besuchen.

Zur Tatwaffe machten die Ermittler keine genauen Angaben. Bisher hieß es, dass der Schülerin zahlreiche Verletzungen – unter anderem mit einem spitzen Gegenstand am Hals – zugefügt wurden. Ob die Tatwaffe sichergestellt wurde, ist nicht bekannt.

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