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Blaulicht Nach Schüssen auf Autohändler: Polizei führt Razzia in Wietze durch
Celle Blaulicht Nach Schüssen auf Autohändler: Polizei führt Razzia in Wietze durch
17:48 18.12.2017
Von Simon Ziegler
Nach den Schüssen auf einen Autohändler in Wietze hat ein Großaufgebot der Polizei ein Wohnhaus durchsucht.
Wietze

Zuvor gab es einen Durchsuchungsbeschluss des Celler Amtsgerichtes. Erfolgreich war die Aktion aus Polizeisicht nicht. "Wir haben nichts gefunden", sagte Koch. Gesucht wurden Beweismittel. Was genau damit gemeint war, sagte der Sprecher "aus ermittlungstaktischen Gründen" nicht.

Im Juli war in Wietze auf einen Fahrzeughändler geschossen worden. Schnell war der Verdacht auf zwei Männer im Alter von 19 und 40 Jahren gefallen. Die beiden müssen sich wegen gemeinschaftlichem versuchten Mord, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Der 19-Jährige habe nach Angaben der Celler Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren eingeräumt, auf das Opfer geschossen zu haben. Im November war bei einer Durchsuchung in Wietze die Waffe gefunden worden.

Die Verhandlung beginnt am 8. Januar, sagte Gerichtssprecher Stefan Stodolkowitz auf CZ-Anfrage. Dann sollen fünf Zeugen gehört werden. Bis Mitte März sind 16 Termine angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 19-Jährigen vor, den US-Car-Händler mit einer Maschinenpistole niedergeschossen zu haben. Der Mann überlebte den Angriff. Das Motiv: Der mutmaßliche Täter missbilligte die Liebesbeziehung zwischen seiner zum Tatzeitpunkt 25-jährigen Schwester und dem Opfer. Der ältere der beiden Angeklagten soll dem Schützen Zugang zur Waffe verschafft haben.