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Blaulicht Nach Totalschaden: Celler Unfallfahrer erhält Führerschein zurück
Celle Blaulicht Nach Totalschaden: Celler Unfallfahrer erhält Führerschein zurück
07:52 07.08.2018
Celle Stadt

Durch kurze Unachtsamkeit am Steuer hatte er ein abgestelltes Auto etwa 25 Meter vorwärts geschoben, gegen einen Poller gedrückt und wirtschaftlich „verschrottet“. Danach hatte er ohne auf die Polizei zu warten die Unfallstelle verlassen. Grund für die von Staatsanwalt und Jugendrichter zur Anwendung gekommene Milde waren nicht etwa Zweifel an der Schuld des Heranwachsenden. Vielmehr hatte sich das Gericht im Verlauf der Beweisaufnahme davon überzeugt, dass der Celler den Unfallort nicht zu Verschleierungszwecken verlassen hatte, sondern um fehlende Papiere zur Feststellung seiner Personalien zu holen.

Laut Anklage soll ein vom Angeklagten gegebenes Handzeichen während seiner abendlichen Fahrt durch die Dasselsbrucher Straße Auslöser für das Unfallgeschehen gewesen sein. „Ich habe einen Bekannten gesehen und ihm zugewunken“, gab der Teilgeständige sowohl auf der Polizeiwache als auch im Gerichtssaal zu Protokoll. Auch dass es unmittelbar danach laut gekracht und er mit seinem Pkw ein geparktes Auto „verkleinert“ hatte, blieb in dem Prozess unumstritten. Schwieriger gestaltete sich zunächst die Frage nach vorangegangenen Aussagen zum seinerzeitigen Fahrzeugführer. Der damals zum Unfallort gerufene Vater des Angeklagten hatte nämlich kurz nach dem Vorfall Polizeibeamten gegenüber angegeben, dass er am Steuer gesessen habe. „Wir hatten Panik, dass ich meinen Führerschein wieder verliere“, hatte der Ange­klagte anschließend gestanden. Die Abschlussprüfung für den „Lappen“ habe er nämlich erst am Vortag bestanden. (pra)

Von Anke Prause