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Blaulicht Nach Totschlag in Bergen: Verdächtiger zurück im Landkreis Celle
Celle Blaulicht Nach Totschlag in Bergen: Verdächtiger zurück im Landkreis Celle
19:39 03.05.2018
Von Christian Link
Bergen Stadt

Der junge Mann mit russischem Pass gilt als dringend tatverdächtig, seine 18-jährige Freundin aus Hermannsburg zwischen dem 20. und 22. März im Wohnhaus seiner Familie in Bergen getötet zu haben. Nach der Tat flüchtete er zunächst nach Russland. Dann nahm er Kontakt zur Polizei in Celle auf und wurde am polnisch-russischen Grenzübergang bei Gronowo festgenommen. Am Mittwoch wurde er der deutschen Polizei überstellt.

"Zu dem gegen ihn erhobenen Vorwurf des Totschlags machte der Beschuldigte nach Beratung mit seiner Verteidigerin keine Angaben", berichtet der Celler Oberstaatsanwalt Lars Janßen. Es bestehe aber die Möglichkeit, dass er sich noch über seine Rechtsanwältin zu dem Vorwurf äußern wird. Vor der Vernehmung wurde der 21-Jährige erkennungsdienstlich behandelt.

Die Polizei nahm unter anderem seine Fingerabdrücke, die sie nun mit den Spuren am Tatort vergleicht. Zudem untersuchte ein Rechtsmediziner den Tatverdächtigen. "Die Ergebnisse der Untersuchungen stehen noch aus", so Janßen. Ob der mutmaßliche Täter seine Untersuchungshaft in der JVA Celle oder woanders verbüßt, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. "Wir wollen keinen Hafttourismus", hieß es zur Begründung.

Niedersachsens Polizisten können sich künftig über einen geschützten Kurznachrichtendienst mit ihren Kollegen austauschen. Der neue Messengerdienst wird seit Donnerstag getestet. Eine der drei Dienststellen für das Pilotprojekt ist die Polizeiinspektion Celle.

Christian Link 03.05.2018

Die Liste der begangenen Straftaten in den Jahren 2016 und 2017 ist schon ziemlich lang: Acht verschiedene Delikte, darunter gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung und Diebstahl wurden dem jungen Angeklagten vorgeworfen. Der Staatsanwalt verlas die dokumentierten Straftaten, die dem jetzt 19-jährigen Mann zur Last gelegt werden und für die er sich vor der Jugendrichterin verantworten musste.

03.05.2018

Von einer „Kiffer-Wohngemeinschaft“ sprach einer der drei Pflichtanwälte. Es liege ihm fern, den Drogenkonsum zu verharmlosen, aber dies treffe die Umstände wohl am besten, sagte er während der Hauptverhandlung vor einem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Celle. Drei junge Männer waren wegen gewerblichen, unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln oder Beihilfe angeklagt. Zwei von ihnen galten zur Tatzeit Anfang 2017 noch als Heranwachsende.

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