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Blaulicht "Opfer" will von Vergewaltigung nichts mehr wissen
Celle Blaulicht "Opfer" will von Vergewaltigung nichts mehr wissen
18:34 02.11.2014
Celle Stadt

„Sowas habe ich nie gesagt. Ich traue ihm eine derartige Tat überhaupt nicht zu“, sagte die Angeklagte über ihren ehemaligen Freund aus. Auch über die Trennung hinaus habe er ihr immer treu zur Seite gestanden und sei lammfromm. Nach durchzechter Nacht habe sie sich zunächst mehrere Stunden in einer psychiatrischen Klinik aufgehalten und sei dann vom Ex-Freund vorübergehend aufgenommen worden.

In dessen Celler Wohnung habe man nachts herumgerangelt, wobei sie ein scharfes Messer in der Hand gehalten habe, sagte die gebürtige Cellerin aus. Dieses habe er ihr abnehmen wollen. Eigenen Angaben zufolge sei sie hinterher zur Wohnung ihres Freundes gegangen. Diesem will sie unerklärbare blaue Flecken an der Innenseite ihres Oberschenkels gezeigt haben.

Einer Zeugin zufolge hatte der damalige Freund in aufgebrachtem Zustand am Telefon erzählt, dass seine Freundin zu ihm gesagt habe, gegen ihren Willen vom Ex entkleidet, auf das Bett geworfen und vergewaltigt worden zu sein.

„Ich hatte nur ganz kurz den Gedanken an Vergewaltigung“, sagte die Angeklagte zu den Verfahrensbeteiligten und gab zu Protokoll, den Impuls gegen den früheren Freund sofort wieder verworfen zu haben. Der Jugendgerichtshelfer schloss einen seinerzeitigen psychischen Ausnahmezustand der Angeklagten nicht aus. Eine Zeugin hingegen hielt üble Nachrede des damaligen Freundes der Angeklagten gegen deren Ex-Freund für möglich.

Von Anke Prause