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Blaulicht Pfefferspray-Attacke hat für Polizisten aus Celle keine Konsequenzen
Celle Blaulicht Pfefferspray-Attacke hat für Polizisten aus Celle keine Konsequenzen
12:12 31.03.2017
Das Amtsgericht hat entschieden: Eine Pfefferspray-Attacke auf einen Gefesselten bleibt für einen Polizisten ohne Folgen. Quelle: Christian Link (Symbolfoto)
Celle Stadt

„Der Ausnüchterungshäftling war damals in permanenter Angriffslaune, machte in der kleinen Zelle Kickbox-Tritte und scharrte mit seinen Füßen wie ein Stier“, hatte P. erklärt. Bei jenem aggressiven Gebaren habe er nicht bemerkt, dass der Kurzzeit-Inhaftierte gefesselt gewesen sei. Er habe Angst gehabt, denn die schmale Tür sei nur einzeln passierbar, so der 53-Jährige.

P. führte weiter aus, dass er vermeiden wollte, selbst verletzt zu werden. Deshalb habe er ihm nach vergeblichen Beruhigungsversuchen angedroht, Pfefferspray einzusetzen, woraufhin ihn der spätere Geschädigte noch stärker provoziert habe. „Das macht mich an“, habe dieser durch geöffnete Sichtluke gerufen und wie ein Boxer herumgetanzt, sagte P. aus. Bevor der Polizist die Spraydose holte, will er sich mit Dienstleiter und Kollegen abgestimmt haben. Gemäß Zeugenaussage hatte es außer dem Schlagstock keine Alternativmethode gegeben.

Von Anke Prause