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Blaulicht Polizei Celle gibt Tipps für eine sichere Ferienzeit
Celle Blaulicht Polizei Celle gibt Tipps für eine sichere Ferienzeit
10:05 21.06.2016
Christian Riebandt, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Celle Quelle: Polizeiinspektion Celle
Celle

Naja, Einbruchzeit ist eigentlich

das ganze Jahr. Egal ob Keller, Büro oder die eigenen vier Wände:

Laut Kriminalstatistik wurde 2015 mehr als 167.000 Mal in

Deutschlands Häuser und Wohnungen eingebrochen. Dennoch sollte Sie

gerade zur schönsten Zeit des Jahres einige Tipps berücksichtigen,

wenn Sie über mehrere Tage oder Woche nicht daheim sind, rät

Christian Riebandt, Beauftragter für Kriminalprävention der

Polizeiinspektion Celle.

Ein wirksames Mittel gegen ungebetene Gäste bietet eine gute

mechanische Absicherung von Fenstern und Türen. Elektronische

Maßnahmen, zum Beispiel eine Alarmanlage als Ergänzung der

mechanischen Absicherung, erschweren das Leben eines Einbrechers

zusätzlich.

Sie können selber schon Einiges zum Einbruchsschutz beitragen!

Bevor Sie in den wohlverdienten Urlaub starten, sollten Sie folgende

Tipps beachten:

Türen und Fenster überprüft? Bevor Sie verreisen, sollten Sie alle

Türen und Fenster verriegeln. Eigentlich selbstverständlich - aber in

der Hektik kann auch schnell mal etwas vergessen werden. Nehmen Sie

sich deshalb Zeit und überprüfen Sie alle Zugänge genau, auch die im

Keller oder in der Garage.

Post geregelt? Nichts deutet so sehr auf Urlaub hin wie ein

überquellender Briefkasten. Bitten Sie deshalb einen Nachbarn Ihres

Vertrauens, den Briefkasten regelmäßig zu leeren. Zeitungen können

Sie sich in der Regel an den Urlaubsort nachliefern lassen.

Nachbar informiert? Ein aufmerksamer Blick der Nachbarn kann im

Urlaub Gold wert sein. Die Polizei rät deshalb, vertrauensvolle

Nachbarn über Reisepläne zu informieren.

Fußabtreter verstaut? Ein Tipp, der anfangs etwas eigenartig

klingt, aber vor allem für Bewohner von Mehrfamilienhäsuern relevant

ist: Holen Sie vor Urlaubsantritt Ihren Fußabstreifer in die Wohnung.

Wenn ein Reinigungsdienst den Hausflur wischt, wird er Ihre Fußmatte

gegen die Tür lehnen. Bleibt der Abstreifer dann längere Zeit in

dieser Position, zeigt er eindeutig, dass Sie nicht zuhause sind.

Zeitschaltuhr aktiviert? Über eine Zeitschaltuhr können Sie per

Zufallsprinzip Lichter an- und ausschalten oder das Rollo auf- und

abfahren. Die Geräte gibt es in einfachen, aber auch in komplex

programmierbaren Varianten günstig in Baumärkten. Die Bedienung ist

in der Regel relativ simpel. Mittlerweile gibt es sogar

TV-Simulatoren, die die Lichtabgabe eines eingeschalteten Fernsehers

simulieren. Sie sind ebenfalls programmierbar und kosten zwischen

zehn und 30 Euro.

Anrufbeantworter ausgeschaltet? Schalten Sie den Anrufbeantworter

(AB) aus, denn Einbrecher machen laut Polizeiangaben häufig vorab

Kontrollanrufe. Falls Sie nicht auf den AB verzichten können,

besprechen Sie ihn neutral und ohne genaue Reisedaten. Unternehmer

sollten sich grundsätzlich kritisch überlegen, ob sie auf der

Firmenhomepage oder in Zeitungen detailliert über ihre Betriebsferien

informieren wollen.

Wertgegenstände sicher deponiert? Wertvolle Gegenstände, wie

Schmuck, sollten Sie im Safe oder in einem Schließfach aufbewahren.

Machen Sie von allen versicherten Gegenständen Fotos (auch

beispielsweise von einer teuren Couch) und verwahren Sie die Bilder

und andere Belege, wie Quittungen, außerhalb der Wohnung. Wer es

einfacher möchte, kann beispielsweise alle wichtigen Informationen

einscannen und sich selbst per Mail schicken - so sind alle Fotos und

Belege immer griffbereit.

Autoschlüssel und -papiere getrennt? Machen Sie es Dieben so

schwer wie möglich: Bewahren Sie Ihren Fahrzeugschlüssel und die

dazugehörigen Papieren nicht zusammen in der Wohnung auf. Verstauen

Sie die Autoschlüssel idealerweise zusammen mit den Wertgegenständen

in einem Schließfach.

Kofferanhänger gut versteckt? Einbrecher lauern nicht selten an

Flughäfen und notieren sich die Informationen auf den

Kofferanhängern. Verwenden Sie deshalb verschließbare Adresshinweise.

Oder noch besser: Platzieren Sie Ihre Daten innerhalb des Gepäcks.

Mit diesen wenigen Tipps lassen sich Einbrecher schon mal in die

Irre führen und Sie stehen ein Stück weit auf der sicheren Seite.

Dennoch sollten Sie, wenn noch nicht geschehen, wirklich sinnvolle

und effektive Maßnahmen zum Einbruchschutz in Erwägung ziehen.

Lassen Sie sich deshalb von Ihrer zuständigen Kriminalpolizei

beraten. Dazu bietet der Beauftragte für Kriminalprävention der

Polizeiinspektion Celle diesen kostenlosen und neutralen Sverice

sowohl für alle Bürger als auch Gewerbetreibende - auch gern vor Ort

- an.Dieser ist telefonisch unter Rufnummer 05141/277-208 oder per

Mail unter christian.riebandt@polizei.niedersachsen.de zu erreichen.

Von Polizeiinspektion Celle