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Blaulicht Polizei Celle kontrolliert Autofahrer auf Drogen
Celle Blaulicht Polizei Celle kontrolliert Autofahrer auf Drogen
20:25 06.02.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Celle.

An der Kreuzung Jägerstraße/Hannoversche Straße wurden einzelne Autofahrer aus dem Verkehr auf den Hof der Polizeiinspektion gewunken, wo sie anschließend auf Drogen kontrolliert und über deren Gefahren aufgeklärt wurden. Eine generelle Überprüfung des Wagens fand bei dieser Gelegenheit ebenfalls statt. Der Stau, der sich am Nachmittag von der Allerbrücke zum Thaerplatz bildete, hatte damit allerdings nichts zu tun.

Zusätzlich waren mobile Kontrolltrupps in der Stadt unterwegs. Wie die Polizei am Abend mitteilte, kontrollierten die Beamten insgesamt rund 240 Fahrzeuge und ließen bei sieben Fahrern Blutproben entnehmen. Sechs von ihnen hatte drogentypische Ausfallerscheinungen, im siebten Fall bestand Verdacht auf Medikamentenmissbrauch. Die Drogentests zeigten in zwei Fällen Kokain- und in vier Fällen Cannabis-Einfluss an.

Die Kontrollaktion diene in erster Linie nicht der Überführung möglichst vieler Drogenkonsumenten, sondern vielmehr der Prävention, erklärt Polizeipressesprecher Guido Koch. „Es wird immer die Unbelehrbaren geben, bei denen wir nichts ausrichten, aber ich denke schon, dass wir bei vielen etwas erreichen können.“ Um die Gefahren der Rauschmittel besser zu verdeutlichen, werde besonders viel mit Bildern und anderen Visualisierungen gearbeitet.

Dass Drogen im Celler Straßenverkehr ein Problem darstellen, hat sich erst diese Woche wieder gezeigt: Unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln hat ein 21-jähriger Autofahrer auf der B 191 zwischen Celle und Eschede einen Unfall verursacht.

Genaue Zahlen dazu, wie häufig der Konsum in der Region vorkommt, kennt Koch nicht. „Das ist ein Dunkelfeld, aber wir wissen, dass es existiert.“ Eine besondere Gefahr stellten Jugendliche dar. „Junge Fahrer sind immer ein Risiko und wenn dann noch Drogen im Spiel sind, kann es böse enden. Auch der jüngste Unfall hätte schnell deutlich schlimmer verlaufen können.“

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes ist die Anzahl der Alkoholunfälle zwischen 1992 und 2016 mit wenigen Ausnahmen stetig gesunken. Die Anzahl der Unfälle unter Einfluss anderer berauschender Mittel nahm jedoch insbesondere seit dem Jahr 2000 deutlich zu. Neben Alkohol sind laut Koch insbesondere Cannabis und Kokain die häufigsten Drogen im Straßenverkehr, aber auch Amphetamine träten häufiger auf.

Doch wie genau können diese Drogen überhaupt festgestellt werden? „Blutproben führen wir nur bei den schweren Verdachtsfällen durch“, versichert Pressesprecher Koch. „Wenn jemand ein auffälliges Verhalten zeigt, haben wir vorher noch andere Möglichkeiten, wie Schweiß- oder Urinproben.“

Abgesehen von der Blutprobe, dem finalen Test, sind diese Kontrollen aber freiwillig. „Das bleibt jedem selbst überlassen, aber wenn genug Indizien dafür sprechen, führen wir eben doch eine Blutprobe durch.“ Zu diesen Indizien zählen beispielsweise die Weite der Pupillen, die Reaktionsgeschwindigkeit oder das klassische „Auf-einer-Linie-Laufen“.

Wie erfolgreich eine Aktion sei, könne man vorher natürlich nie wissen. „Wir erhoffen uns nichts. In erster Linie wollen wir die Leute informieren, manchmal stoßen wir dabei auf Drogenfälle und manchmal nicht.“ Die Auswahl, wer rausgewunken wird, sei zwar unter anderem abhängig von Alter und Aussehen des Fahrers sowie vom Auto selbst, letztlich aber auch immer ein wenig zufällig.

Von Lea Kraft

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