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Blaulicht Privatinsolvenz: Üble Betrugsmasche
Celle Blaulicht Privatinsolvenz: Üble Betrugsmasche
16:53 25.09.2013
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Über das Vermögen der potenziellen Opfer war Anfang September ein Insolvenzverfahren beim Celler Amtsgericht eröffnet worden. Kurz darauf wurden die Insolvenzschuldner mit einem amtlich aufgemachten Schreiben aufgefordert, Geld für die Abwicklung ihres eigenen Insolvenzverfahrens zu bezahlen. „Die Eheleute erhielten eine Kostenrechnung mit sehr offiziellem Anstrich über je 79 Euro von der PAZ-Justizzahlstelle (Zentrales Registergericht Braunschweig) zur Restschuldbefreiung mit einem maschinell ausgefüllten Überweisungsträger“, teilte Polizeisprecher Guido Koch mit. Doch das Paar fiel darauf nicht herein.

Koch warnt: „Wer akut im Insolvenzverfahren steht oder den Antrag auf Verbraucher- oder Regelinsolvenz bereits eingereicht hat, sollte auf keinen Fall auf die Aufforderung mit den Absendern: Zentrales Registergericht Kassel (Justizzahlstelle), Zentrales Registergericht Braunschweig, Zentrales Registergericht Celle, PAZ Justizzahlstelle und einem Zahlungsempfänger mit bulgarischer Bankverbindung hereinfallen.“ Wer als Schuldner unsicher ist, ob eine Zahlungsaufforderung in Bezug auf sein Insolvenzverfahren korrekt ist, sollte sich an das zuständige Insolvenzgericht, bei dem sein Antrag eingereicht wurde, an den bestellten Insolvenzverwalter oder seine Schuldnerberatungsstelle wenden, rät die Polizei.

Die Adressen ihrer Opfer haben die Betrüger möglicherweise aus dem Internet. Hier sind Listen mit Schuldnern inklusive Anschrift einzusehen.