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Blaulicht "Radwegdetektive" ++ Gemeinsame Pressemitteilung der Oberschule Westercelle und der Polizeiinspektion Celle
Celle Blaulicht "Radwegdetektive" ++ Gemeinsame Pressemitteilung der Oberschule Westercelle und der Polizeiinspektion Celle
16:05 13.04.2016
Westercelle

Gegenüber dem Vorjahr gibt es eine deutliche

Zunahme an verletzten Radfahrern. Hauptursache ist eindeutig die

falsche Fahrbahnbenutzung, wozu auch das Fahren in entgegengesetzter

Richtung des Radwegs zählt", sagt der Verkehrssicherheitsberater der

Polizeiinspektion Celle, Joachim Ehlers.

Von allen Altersgruppen seienKinder im Alter von 10 bis 14

Jahren am stärksten betroffen. Auch die Anzahl der Verletzten liege

höher als in den anderen Altersgruppen.

Dafür gebe es unterschiedliche Gründe. Einmal wechselten Kinder in

diesem Alter auf weiterführende Schulen und müssen sich dort in einem

neuen Verkehrsumfeld orientieren, wobei sie noch zu den schwächeren

Verkehrsteilnehmern gehörten. Zum anderen sei dies auch auf die

allgemein abnehmende Regelakzeptanz zurückzuführen, so Ehlers.

"An den Grundschulen werden die Kinder mit der Radfahrausbildung

bereits auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet. An unserer

Schule setzen wir dieAusbildung fort, um die Sicherheit der

Schülerinnen und Schüler zu fördern.", stellt Sarah Scholz,

Mobilitätsbeauftragte der Oberschule Westercelle, fest.

"Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Celle führen wir jetzt das

Projekt "Radwegdetektive" ein. Dieses Projekt geht andere Wege, um

Kindern und Jugendlichen das richtige Verhalten als Fahrradfahrer zu

vermitteln und ist eine ideale Ergänzung unseres Curriculums

Mobilität. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Projekt in

Kooperation mit der Polizei zur Verbesserung derSchulwegsicherheit

beitragen" betont Schulleiter Ulf Krüger.

Neben den üblichen Inhalten wie z.B. Regelkunde sei die

Erforschung des Verkehrsumfeldes ein zentraler Baustein des

Projektes. In NRW und Hamburglaufe dieses Projekt seit einigen

Jahren sehr erfolgreich, so Scholz.

Die Schüler analysieren eigenverantwortlich die Radwegesituation

im Nahbereich der Schule aber auch auf ihren täglichen

Schulwegstrecken. Sie lernen auf diese Weise, die Probleme im

Straßenverkehr zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten auszuarbeiten.

"Damit werden sie in die Lage versetzt, ihr Verkehrsumfeld bewusster

wahrzunehmen und ihre Verhaltensweisen auf mögliche Gefahrenstellen

einzustellen" ergänzt Ehlers.

Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist die Auswertung und

öffentliche Präsentation der Ergebnisse. Zusätzlich könnte die

Vorstellung im zuständigen Fachausschuss der Stadt Celle erfolgen.

Damit erhält die Verwaltung wertvolle Hinweise zur Beseitigung von

Gefahrenstellen und Kindern und Jugendlichen wird die Möglichkeit

eröffnet, ihre Sichtweise in die Verkehrsraumgestaltung mit

einzubringen. Gleichzeitig können sie aucherste Erfahrungen mit

kommunalen Planungsprozessen sammeln.

"Das ist ein völlig anderer Ansatz, um Regeln und sicheres

Verhalten zu verinnerlichen, und wir gehen davon aus, dass mit diesem

Projekt ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung der Radfahrunfälle

geleistet wird", so Ehlers.

Vom Grundsatz her solle man ohnehin den Versuch wagen, Kinderund

Jugendliche in die Verkehrsraumgestaltung anlassbezogen mit

einzubinden.

Von Polizeiinspektion Celle