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Blaulicht Sieben Monate Haft für Hartz-IV-Betrug über 5200 Euro
Celle Blaulicht Sieben Monate Haft für Hartz-IV-Betrug über 5200 Euro
16:27 13.03.2017
Celle Stadt

Die Angeklagte hat die ihr zur Last gelegten Taten schonungslos eingeräumt. Sie gab an, damals als Alleinerziehende trotz Mietentlastung mit Kindergeld, Kindesunterhalt und Arbeitslosengeld nicht hingekommen zu sein. Den ab Mai 2014 regelmäßig erhaltenen monatlichen Zuverdienst in Höhe von rund 900 Euro aus pflegerischer Tätigkeit habe sie absichtlich nicht angegeben, sagte die bislang nicht vorbestrafte Mutter. Sie sei ja nicht aufgeflogen. Das Geld will sie ausschließlich für ihr Kind benötigt haben. Gemäß Sachbearbeiterin hatte K. auf den Aufhebungs- und Rückforderungsbescheid von Februar 2015 nicht reagiert.

Die Angeklagte muss nun 1200 Euro Strafe zahlen, weil sie den Nebenjob nicht meldete. Wegen der aktiven Täuschung bei Antrag der Fortzahlung wurden sechs Monate Haft veranschlagt. Zusammen ergibt dies eine Strafe von sieben Monate Haft auf Bewährung. "Seit September zahle ich die 5200 Euro in 30-Euro-Raten ab", gab die inzwischen voll erwerbstätige K. zu Protokoll. Die Staatsanwaltschaft schlug vor, die monatliche Rate zu erhöhen – doch das Gericht lehnte dies ab.

Von Anke Prause