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Blaulicht Tierheim Hund untergeschoben: 40 Stunden
Celle Blaulicht Tierheim Hund untergeschoben: 40 Stunden
14:09 15.09.2013
Celle Stadt

Der Hartz-IV-Empfänger soll sich von Ende Dezember bis Mitte Januar bei Erwerb und Wiederabgabe einer Hündin absichtlich an Zahlungsverpflichtungen vorbei gemogelt haben. Nach nur wenigen Tagen in seinem Besitz hatte er die Hündin wieder loswerden wollen und als Fundtier beim Celler Tierschutzverein abgegeben. Bis zur Weitervermittlung war dem Tierheim ein Gesamtschaden in Höhe von 900 Euro entstanden. Die Vorbesitzer waren kurze Zeit später durch eine Zeitungsanzeige auf das Tier aufmerksam geworden und hatten Strafanzeige erstattet.

Der Unvorbestrafte gab zu Protokoll, die Hündin von Freunden übernommen zu haben. Wegen Umzugs hätten diese das Tier abgeben müssen und ihm sämtliches Zubehör mitgegeben. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, und „ich wollte nicht, dass die Hündin im Tierheim landet“, sagte der Angeklagte. Über den ersten Blick war jene Liebe dann aber nicht hinausgegangen. Das Tier habe zu viel gefressen und ihm um den Schlaf gebracht, hieß es weiter vom Beklagten. Da er es nicht einfach habe aussetzen wollen, habe er es nach ein paar Tagen und Rücksprache mit einem Freund beim Tierheim abgegeben und als „zugelaufen“ deklariert.

Die Hündin sei regelrecht abgeschoben und das Tierheim auf den Verpflegungskosten sitzengelassen worden, sagte die Vorsitzende des Tierschutzvereins Heidemarie Peters vor Gericht aus. „Tierbesitzer, die Tiere abgeben müssen und finanziell in Not geraten sind, können mit uns reden, und im Einzelfall auch anfallende Kosten bei uns abarbeiten.“ Hierzu hat der Angeklagte jetzt Gelegenheit: Er muss die auferlegten 40 Stunden im Tierheim ableisten. (pra)

Von Anke Prause