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Blaulicht Üble Nachrede: Celler Schulleiterin gewinnt vor Landgericht
Celle Blaulicht Üble Nachrede: Celler Schulleiterin gewinnt vor Landgericht
14:53 30.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Celle

Das war passiert: Im März 2016 waren an der IGS Toiletten verstopft und zum Überlaufen gebracht worden. Der Schaden wurde mit etwa 4000 Euro beziffert. Die Schulleitung hatte vier Schüler im Verdacht, die während des Unterrichts die Toiletten aufgesucht hatten und dort zusammen von einem Zeugen gesehen wurden. Die Eltern behaupteten, dass Kerker die Kinder anschließend regelrecht ins Kreuzverhör genommen habe. Die Schulleiterin habe die Schüler, "eingeschüchtert, bedroht und verängstigt". Außerdem soll Kerker unter anderem gesagt haben: "Wir können gerne DNA-Spuren von der Polizei untersuchen lassen" und "Sag uns, ob noch andere beteiligt waren, sonst musst du den 4000-Euro-Schaden alleine tragen".

Unter anderem diese Aussagen dürfen die Eltern nach dem Urteil des Landgerichts Lüneburg nun nicht mehr verbreiten. Außerdem müssen sie Kerker für außergerichtliche Anwaltskosten 1171 Euro Schadensersatz zahlen.

Kerker wollte sich aktuell nicht persönlich zu dem Ausgang des Verfahrens äußern. Ihr Anwalt Ulrich Brock ist zufrieden. "Das Gericht hat die Situation dahingehend erfasst, dass es sich bei all diesen Behauptungen um schwere ehrverletzende Tatsachenbehauptungen in Form einer üblen Nachrede handelt und hat weiter festgestellt, dass diese Behauptungen inhaltlich nicht stimmen. Den ihnen obliegenden Beweis der Richtigkeit haben die Eltern nicht geführt", führte Brock aus.

Brock verwies zudem darauf, dass auch schon das Kultusministerium sich hinter Kerker gestellt habe. So mussten die Schüler eine Ausarbeitung zu dem Thema anfertigen. Dazu das Kultusministerium: "Die Maßnahme ist in der Sache angemessen und verhältnismäßig." Die Heransgehensweise der Schule sei grundsätzlich geeignet gewesen, "die Angelegenheit konstruktiv und befriedigend zu lösen".

Abgewiesen wurde Kerkers Klage in Bezug auf den Anwalt der Eltern, Volker Nebelsieck, da seine Äußerungen im Rahmen seiner Berufsausübung erfolgt seien, so die Meinung des Landgerichts. Nebelsieck war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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