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Blaulicht Urteil nach Spritztouren unter Alkoholeinfluss
Celle Blaulicht Urteil nach Spritztouren unter Alkoholeinfluss
17:04 16.01.2014
Von Carsten Richter
Wietze

Nach Besuch des Wietzer Schützenfestes sei ihm langweilig geworden, schilderte der Vorbestrafte die Anbahnung der ersten Tat. Deshalb habe er nachts das Sicherungsschloss eines geparkten Rollers aufgeknackt und sei losgefahren. Um eine plötzlich aufgetauchte Funkstreife abzuhängen, sei er in ein Waldstück geflüchtet und unsanft an einem Baum zum Stehen gekommen. Nach kurzer Wiederaufnahme der Fahrt habe er den beschädigten Roller zurückgelassen.

Die zweite Tat hatte sich ebenfalls in Wietze und im volltrunkenen Zustand ereignet. Der Geständige erklärte, zunächst das Schützenfest und anschließend eine nahe Verwandte in deren Wohnung aufgesucht zu haben. „Plötzlich hatte ich ihren Autoschlüssel in der Hand“, sagte er vor Gericht. Nach einem Filmriss habe er nur noch Musik wahrgenommen und sei dann in der Aller wieder zu sich gekommen.

Für Aufklärung sorgten Zeugen und Polizeiprotokoll: Nachdem der Angeklagte mit dem entwendeten Auto zunächst von der Fahrbahn abgekommen war, soll er einen abgestellten Wagen gestreift und einen Sachschaden von rund 900 Euro verursacht haben. Anschließend hatte er noch ein Verkehrsschild mitgenommen, einen Kilometerstein umgerissen und auf der B214 waghalsig einen Pkw überholt. Laut Zeugenaussage hatte er danach das von ihm gesteuerte Auto in Südwinsen „um einen Baum gewickelt“ und war dann zu Fuß geflüchtet und in die Aller gestürzt.

Wie durch ein Wunder blieb der Angeklagte bei den Aktionen unverletzt. Insbesondere finanziell wird der Arbeitssuchende aber noch lange an den begangenen Taten zu knabbern haben: Der entstandene Gesamtschaden am Pkw seiner Verwandten beläuft sich auf 25.000 Euro. (pra)