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Blaulicht Vandalismus- und Brandserie in Hambühren: SPD fordert Citystreife
Celle Blaulicht Vandalismus- und Brandserie in Hambühren: SPD fordert Citystreife
17:44 02.09.2016
Von Christopher Menge
Hambühren

HAMBÜHREN. „Solange die offiziellen Strafverfolgungs- und Gerichtsverfahren andauern, müssen wir versuchen, weitere Taten zu verhindern oder wenigstens diejenigen dabei unterstützen, die das schon jetzt tun“, sagt der SPD-Vorsitzende Andreas Ludwig. Nach Auffassung seiner Partei müsste insbesondere Bürgermeister Thomas Herbst als Hauptverantwortlicher für die allgemeine Gefahrenabwehr in der Gemeinde endlich tätig werden und sich mit Landkreis und Polizei abstimmen. Auch ein gemeindeeigener Sicherheitsdienst oder eine kommunale Citystreife wären Optionen, die die SPD unterstützen würde. "Zuallererst aber wären Informationen über die Geschehnisse und über den aktuellen Stand der Ermittlungsarbeit förderlich, um den Leuten zu zeigen, was die Behörden unternehmen", so Ludwig.

Anfang August hatte die CDU bereits einen Antrag gestellt, nachdem das Jugendamt des Landkreises im Verwaltungsausschuss und im Rat über den Fall informieren sollte (die CZ berichtete). Der Landkreis hatte geantwortet, dass aus rechtlichen Gründen eine Offenlegung nicht möglich sei. "Solche Auskunftsbegehren, wie von der CDU gestellt, müssen als Wahlkampfgetöse eingeordnet werden", kritisiert Hans-Günter Siewerin (UFO). Er fordert unter anderem eine erhöhte Polizeipräsenz. Laut Aussage des Pressesprechers der Celler Polizei sind "aufgrund der Vielzahl von Taten in dem Bereich mehr Polizisten im Einsatz".

Christian Zahl (AfD) ist allerdings der Meinung, dass Justiz und Polizei zu wenig getan hätten. "Zuerst hätte die Polizei den Bereich schon vor Monaten systematisch überwachen müssen, und das nicht die Anwohner übernehmen lassen dürfen", sagt Zahl. Die große und berechtigte Sorge der Menschen in Hambühren vor weiteren Straftaten dürfe aber nicht zum Anlass genommen werden, gegen diese Unschuldsvermutung zu verstoßen, betont die CDU-Parteivorsitzende Barbara Kolkmeier. Das gelte insbesondere für die Brandstiftungsdelikte. Auch die FDP vertraut nach Aussage von Dieter Sawischlewski auf die "ausreichenden Gesetze".