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Blaulicht Vermisster Junge aus Celle gefunden / Genaue Umstände des Verschwindens unklar
Celle Blaulicht Vermisster Junge aus Celle gefunden / Genaue Umstände des Verschwindens unklar
18:57 08.01.2014
Von Christoph Zimmer
Der vermisste achtjährige Kevin Grebe ist am Mittwoch von der Polizei wohlauf gefunden worden. Quelle: Polizei
Celle Stadt

Die Polizei hat den seit Sonntag von seiner Mutter vermissten acht Jahre alten Kevin Grebe aus Celle am Mittwochmorgen wohlbehalten bei Bekannten des getrennt lebenden Vaters aufgespürt. Zuvor hatten zahlreiche Beamte die Kleingartenkolonie Friedrichslust am Kiebitzsee durchkämmt, wo der Junge bei seinem Vater den Jahreswechsel verbracht hatte. Das gab die Polizei bekannt. Am Ende fanden sie ihn in der Wohnung in der Heese. In Absprache zwischen der Polizei und dem Jugendamt wurde der Junge seiner Mutter wieder übergeben. Diese hatte ihn am Montag bei der Polizei als vermisst gemeldet.

Die Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich auf das Umfeld der Familie, hieß es. "Die näheren Umstände des Verschwindens müssen noch geklärt werden", sagte Polizeisprecher Guido Koch. Ob ein Sorgerechtsstreit der getrennt lebenden Eltern Auslöser für das Verschwinden des Jungen war, ist noch unklar. Fest steht: Zwischen dem Vater und der Mutter gab es in der Vergangenheit immer wieder Streitigkeiten wegen des Sorgerechts. Deshalb setzte das Jugendamt einen Familienbetreuer ein.

Unklar ist auch, ob sich der acht Jahre alte Kevin Grebe freiwillig in der Wohnung der Bekannten seines Vaters aufhielt oder dazu genötigt wurde. "Ob die Umstände des Verschwindens strafrechtliche Folgen haben, muss sich noch zeigen", sagte Koch. Das gilt auch für die Frage, ob sich der Junge an allen drei Tagen in der Wohnung aufhielt.

Am Sonntagnachmittag war der Junge zuletzt in der Laube des Vaters in der Kleingartenkolonie gesehen worden. Beide hatten dort den Jahreswechsel verbracht. Am Montag meldete ihn seine Mutter als vermisst. Die Rolle des Vaters bei dem Verschwinden des Kindes ist noch unbekannt. Während der Weihnachtsfeiertage und über den Jahreswechsel hielt sich der Junge bei seinem Vater auf.

Am Mittwochmorgen hatte die Polizei Celle die Kleingartenkolonie Friedrichslust und die nähere Umgebung bei einer groß angelegten Suchaktion durchkämmt. Unterstützt wurde sie dabei von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei und einem sogenannten Menschensuchhund, der gezielt nach Gerüchen sucht. Wegen der extremen Dunkelheit war die Suchaktion am Dienstagabend auf dem Gelände am Kiebitzsee abgebrochen worden.

Außerdem waren verschiedene Ermittlungsteams gebildet worden, die Menschen aus dem privaten Umfeld des vermissten Jungen befragen sollten, um Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort zu erhalten.

Bei den Erittlungen im privaten Umfeld wurden Zielfahnder der Polizei auf die Wohnung der Bekannten des Vaters in der Heese aufmerksam und suchten dort gezielt nach dem vermissten Jungen. Mit Erfolg.