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Blaulicht Weihnachtsmärkte sind beliebt bei Taschendieben
Celle Blaulicht Weihnachtsmärkte sind beliebt bei Taschendieben
13:05 01.12.2017
Taschendiebstahl Quelle: Polizeiinspektion Celle
Celle

Entspannt nach der Arbeit auf den Weihnachtsmarkt gehen,

shoppen mit den Liebsten und im Anschluss einen heißen Punsch

trinken. Es gibt eine Menge guter Gründe, die Weihnachtszeit auf

einen der vielen schönen Märkte in Stadt und Landkreis Celle zu

verbringen.

Leider gibt es diese Gründe auch für Taschendiebe:

Menschenansammlungen und Gedränge. Zwar sank 2016 die Zahl der

angezeigten Taschendiebstahlfälle etwas im Vergleich zum Vorjahr,

dafür stieg aber der damit verbundene Schaden von 50,8 Millionen Euro

(2015) auf 51,5 Millionen Euro (2016) an. Die Polizei gibt hilfreiche

Tipps, wie sich Besucherinnen und Besucher vor dem Griff in die

Tasche schützen können.

In den engen Gassen zwischen den Weihnachtsmarktständen ist zum

Beispiel der Drängel-Trick sehr beliebt. "Ein Dieb rückt unangenehm

dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch

eine umgehängte Tasche oder die Geldbörse in der Manteltasche quasi

"griffbereit" anbietet", erklärt Christian Riebandt, Beauftragter für

Kriminalprävention der Polizeiinspektion Celle. "Innerhalb weniger

Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarte oder das Handy verschwunden."

Dabei laufen die Maschen der Diebe oft nach dem gleichen Schema ab:

Einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und gibt sie

an einen Dritten weiter, der dann verschwindet. Werden die Diebe

nicht auf frischer Tat ertappt, sind sie meist nur schwer ausfindig

zu machen - zumal die Opfer den Verlust meist erst spät bemerken und

die Täter in vielen Fällen nicht beschreiben können.

Taschendiebe lassen sich manchmal schon am typisch suchenden Blick

erkennen. Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen

eher nach der Beute (z. B. Hand- oder Umhängetasche). Dabei suchen

die Diebe gerne die Enge - die Gänge zwischen den Buden auf dem

Weihnachtsmarkt bieten sich dazu besonders an. Eine weitere

erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen

Opfers angeblich versehentlich mit Ketchup, Senf oder einer

Flüssigkeit zu beschmutzen. Beim anschließenden Reinigungsversuch

lenken sie das Opfer wortreich vom zeitgleichen Diebstahl der

Wertsachen ab.

Um den Langfingern die Diebestour zu vermasseln, helfen die Tipps

der Polizeilichen Kriminalprävention.

Die Polizei gibt hilfreiche Tipps gegen die Tricks von

Taschendieben:

- Nehmen Sie bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt nur so viel

Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.

- Tragen Sie Geld, Zahlungskarten und Papiere immer in

verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung

möglichst dicht am Körper.

- Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der

Verschlussseite zum Körper.

- Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre

Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich

angerempelt oder "in die Zange" genommen werden.

- Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon

gar nicht auf der Zahlungskarte).

- Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie

diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, z. B.

telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.

Diese Tipps sind auf der Klappkarte "Schlauer gegen Klauer" kurz

zusammengefasst und erhaltenneben den Tipps auch einen Notfallpass

zum Heraustrennen mit allen wichtigen Telefon- und Sperrnummern von

Debit- und Kreditkarten sowie eine Checkliste mit Sofortmaßnahmen für

Opfer und Zeugen, damit diese nach einem Diebstahl richtig reagieren

können. Die Klappkarte ist kostenlos bei jeder

(Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann unter  

http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/medienangebot-details/de

tail/23.html heruntergeladen werden.

Von Polizeiinspektion Celle