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Blaulicht Würgeattacke auf Ehefrau wirft viele Fragen auf
Celle Blaulicht Würgeattacke auf Ehefrau wirft viele Fragen auf
20:07 25.05.2018
Celle

Die Ehefrau tritt im Prozess als Nebenklägerin auf. Bei ihrer Aussage vorm Landgericht muss ein Dolmetscher vom Griechischen ins Deutsche übersetzen: Der Ehemann sei aus dem über zweihundert Kilometer entfernten Bramsche (Kreis Osnabrück) in die Südheide gekommen, um ein paar Kleidungsstücke abzuholen. Im Verlauf eines Gesprächs habe er einen Annäherungsversuch unternommen. Daraufhin habe sie die Musik aufgedreht und sich tanzend durch die Wohnung bewegt, um den Partner auf Abstand zu halten.

In einem Gerangel seien schließlich beide zu Boden gegangen. „Ich stand von selbst auf, ja war etwas taumelig und kämpfte mit meinen Gefühlen", sagt sie gestikulierend. Der Dolmetscher kommt kaum hinterher. „Nein, er wollte mich nicht umbringen, da bin ich mir ganz sicher. Ich möchte nicht, dass er eine Strafe bekommt“, sagt die Frau.

Der Vorsitzende Richter Franz Kompisch lässt das nicht gelten, hinterfragt jedes Detail und präsentiert der Zeugin eine brisante Protokollnotiz aus den Aufzeichnungen einer Ermittlungsrichterin wenige Tage nach der Attacke: „Er hat mich gezogen, bin auf die Knie gegangen, danach drückte er gegen meinen Kehlkopf. Er wollte mich töten und hatte den Tod schon vor Augen.“

Das Celler Familiengericht verbot dem Angeklagten bereits Mitte November 2017 den Umgang mit Frau und Kindern. Das Paar lebte bis zum Sommer 2017 in Albanien. In dem kleinen Balkanland sei es zu massiven Tätlichkeiten gekommen. Der 34-Jährige habe seine Frau geschlagen, mit dem Kopf gegen eine Wand gedrückt und mehrmals damit gedroht, den gemeinsamen Kindern im Alter von vier und zehn Jahren etwas anzutun. In Deutschland gingen die Einschüchterungen weiter, der Mann habe offen von einer Entführung gesprochen.

Vor wenigen Wochen erreichte ein Brief das Landgericht. In dem Schreiben bittet die Ehefrau und Nebenklägerin darum, unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszusagen – erfolglos. Ihre Begründung: Verwandte aus Südosteuropa hätten ihre Eltern massiv über das Telefon bedroht.

Das klassische Motivbündel von Rachegelüsten und Eifersüchtelei vermutet Richter Kompisch und hält ihr die den Brief vor. Die 26-Jährige streicht sich durch das lange Haar. Vor ihrer Antwort legt sie mehrfach den Kopf auf den Tisch. Dann räumt sie ein: Das Verfahren vor dem Amtsgericht sei durch eine List entstanden, um durch die Hintertür eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die Familie zu erhalten. „Es reicht langsam. Hier wurden Gespinste konstruiert, um die Justiz zu missbrauchen“, weist Richter Kompisch die Frau zurecht.

Es bleibt spannend, ob auch das jetzt angelaufene Mordverfahren in Wahrheit nur dazu da ist, um den deutschen Staat auszutricksen. Zu dieser Frage müssen zahlreiche Zeugen und Sachverständige in Lüneburg aussagen. Die Hauptverhandlung geht in zwei Wochen weiter. Das Urteil fällt voraussichtlich Ende Juni.

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