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Blaulicht Zehn Monate Haft nach Streit auf Celler Baustelle
Celle Blaulicht Zehn Monate Haft nach Streit auf Celler Baustelle
15:00 20.10.2016
Quelle: Jens Wolf
Celle Stadt

Nach der Beweislage stand fest, dass der Celler Ferat K. (Name von der Redaktion geändert) Anfang März nach Streit auf einer Celler Baustelle ein Werkzeugteil als Waffe benutzt hatte. Nach drei Schlägen auf den Kopf musste ein 37-jähriger Gerüstbauer ärztlich behandelt werden.

Der Angeklagte gab den Übergriff zu und begründete ihn mit Notwehr. Zuvor habe der Geschädigte den Geschädigten und seine Mutter mit Schimpfwörtern wie „Kebab-Fresse“ und „Hurensohn“ beleidigt und mit einem Metallrohr gedroht, hieß es. Im Vorfeld sei der Mann übertrieben ausgerastet, weil einem Kollegen beim Rückbau von Gerüstteilen eine Bohle aus der Hand gerutscht und abgestürzt sei. Als Antwort habe er ihn mit Worten, wie „Nazi“ und „Kartoffel“ beleidigt.

Nachdem ihn Kollegen aus der Schusslinie genommen hatten und er sich beruhigt hatte, soll der spätere Geschädigte K. im Vorbeigehen erneut beleidigt haben. Um dies zu beenden, sei er auf ihn zu gegangen und von ihm gegen den Seitenspiegel eines Lastwagens geschubst worden, schilderte der Angeklagte. Danach habe der spätere Geschädigte einen Ratschenschlüssel ergriffen, welchen er ihm wieder entrissen habe. Nach dem Handgemenge habe ihn das spätere Opfer durch Ausholen mit einem Stahlrohr am Arm verletzt, woraufhin er rein zu Zwecken des Selbstschutzes ausgeholt habe.

„Das Gerüst durfte nicht abgebaut werden“, gab der Geschädigte zu Protokoll. Ein Kollege von K. habe mehrere Metallelemente aus acht Metern Höhe runter geschmissen und wiederholte Einwände ignoriert. Dabei habe sich der Angeklagte eingemischt. Kurze Zeit später war K. neben ihm aufgetaucht, hatte ihm den Ratschenschlüssel entrissen und dem wegen Krankheit Wehrlosen damit auf den Hinterkopf geschlagen. „Ich bringe dich um“, soll er dabei gesagt haben.

Von Anke Prause