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Blaulicht Zoff an Celler Tanke: Streit um eingeklemmtes Bein
Celle Blaulicht Zoff an Celler Tanke: Streit um eingeklemmtes Bein
03:43 07.08.2018
Celle Stadt

Die Hausfrau hatte eine Schienbeinprellung mit Blutergüssen und leichten Hautabschürfungen erlitten und deshalb neben Erstattung einer Strafanzeige auch Schmerzensgeld beantragt. „ Ich hab` nur im Vorbeigehen ihre Autotür zugemacht“, sagte der Angeklagte aus dem Westkreis vor Gericht aus.

Ausgangssituation soll ein Engpass zwischen zwei Tanksäulen gewesen sein. Der Angeklagte habe gerade sein Auto betanken wollen, als die spätere Geschädigte hinter ihm aufgetaucht sei und ihn zum Aufrücken gedrängt habe. Weil es das nicht sofort tat, soll sie ausgestiegen sein und ihn mit Sprüchen wie „leck‘ mich“ versehen und unter anderem als „Pisskopf“ betitelt haben. Deshalb sei er wütend geworden und habe nach Beendigung des Tankvorgangs ihre Autotür zugeschoben, sagte der gelernte Mechaniker. Das Opfer meinte, es habe nur ein kurzes Selbstgespräch geführt.

Nach Aufforderung, sie in Ruhe zu lassen, habe sie sich ins offene Fahrzeug gesetzt, als er plötzlich ihre Autotür zugedrückt habe. Obwohl ihr Bein darin eingeklemmt war, habe er die Tür zu gehalten. Außerdem habe er sie mit Drohsprüchen in Angst versetzt. Die gebürtige Cellerin beteuerte vor Gericht, den Angeklagten nicht beleidigt zu haben. Sie habe lediglich sein Auto als „Puffmobil“ bezeichnet. Der Prozess wird Ende Mai fortgesetzt.

Von Anke Prause