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Aus dem Landkreis 50 neue Genossen: Eintrittswelle bei Celler SPD
Celler Land Aus dem Landkreis 50 neue Genossen: Eintrittswelle bei Celler SPD
18:07 01.02.2018
Von Simon Ziegler
Landkreis Celle

Der Anstieg bei den Mitgliederzahlen – ohne die Neueintritte lag die Zahl bei etwa 900 Sozialdemokraten im Kreis Celle – dürfte im wesentlichen auf eine Juso-Kampagne zurückzuführen sein. Die GroKo-Gegner hatten vor dem bevorstehenden Mitgliederentscheid zum Koalitionsvertrag unter dem Slogan "Tritt ein, sag Nein" verstärkt um Mitglieder geworben. Wie viele bundesweit inzwischen der SPD beigetreten sind, ist nicht bekannt. Allein in Niedersachsen sollen es mehr als 1000 sein.

"Die SPD hat einen Anspruch als starke Volkspartei – und vor allem als demokratische Mitgliederpartei", sagte Schmidt. "Bei uns können Mitglieder konkret mitentscheiden, gerade jetzt beim Mitgliederentscheid zur Regierungsbildung auf Bundesebene. Demokratie braucht Demokraten – in Zeiten von steigendem Rechtspopulismus ist es deshalb ein gutes Zeichen, wenn so viele Menschen neu der SPD beitreten", so der frühere Landtagsabgeordnete.

Der Celler SPD-Chef sagte, dass keineswegs nur junge Leute eintreten würden. Genau das könnte man aufgrund der Juso-Kampagne ja vermuten. "Es sind ausdrücklich aus allen Alters- und Berufsgruppen Menschen dabei, von Jugendlichen bis Rentnern, aus allen Ecken des Landkreises. Insofern: Die große Zahl der Eintritte ist auch ein Beleg für den Anspruch als Volkspartei", sagte Schmidt.

Alle Mitglieder, die bis Dienstag, 6. Februar, um 18 Uhr in der Mitgliederverwaltung der Sozialdemokraten erfasst sind, können über den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD abstimmen. Wann diese Abstimmung über die Bühne geht, hängt an den Verhandlern in Berlin. Einen Termin gibt es noch nicht.

Die Celler SPD ist zuversichtlich, dass die meisten neuen Mitglieder ihr Parteibuch nach der Abstimmung nicht gleich wieder zurückgeben. "Ich erhoffe mir durch die vielen Neumitglieder eine Stärkung der Sozialdemokratie im Celler Land. Wir wollen alles dafür tun, dass sich die neuen Mitglieder direkt einbringen können. Wir werden unsere Reihe der Mitgliederforen fortsetzen, werden neue Bildungsangebote machen und konkret Möglichkeiten zum Mitmachen in der Politik vor Ort bieten", sagte Schmidt. Schon am 12. Februar ist ein Neumitgliederabend geplant.

Auch ohne die neuen Mitglieder stehen viele Parteimitglieder im SPD-Unterbezirk einer Neuauflage der Großen Koalition sehr kritisch gegenüber. Das wurde Mitte Januar deutlich, als 40 Sozialdemokraten in Hustedt über das Sondierungspapier diskutierten. Dort wurde auch darüber diskutiert, dass es nötig sei, die Partei zu erneuern. Die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann hatte erklärt, die Erneuerung müsse aus den Ortsvereinen, also von der Basis, kommen. Ein paar Dutzend neue Mitglieder dürften dabei nicht schaden.

Fünf Standorte sowie eine Außenstelle sieht ein Gutachten für den Landkreis Celle vor, mit dem sich die Politik in diesem Monat auseinandersetzt. Doch ob die Rettungswachsen tatsächlich wie geplant in Celle, Eschede, Winsen, Beckedorf (mit Außenstelle Hermannsburg) und Lachendorf platziert werden, ist ungewiss. Die Samtgemeinde Flotwedel, die durch die Rettungswache Wienhausen bisher bestens versorgt ist, möchte den Umzug nach Lachendorf verhindern. Stattdessen wurde dem Landkreis Celle ein Standort in Oppershausen in der Nähe des Flugplatzes vorgeschlagen.

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22 Jungen und 23 Mädchen aus dem Landkreis Celle sind im Jahr 2016 wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt worden. Das berichtet die Krankenkasse IKK classic, die aktuelle Daten vom niedersächsischen Landesamt für Statistik ausgewertet hat. Bei den unter 18-Jährigen gab es somit im Vergleich zu 2015 eine deutliche Steigerung. Damals waren 24 Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung in stationärer Behandlung. Insgesamt erlitten im Landkreis Celle 2016 276 Personen eine Alkoholvergiftung, die zum Klinikaufenthalt führte, 28 mehr als im Jahr zuvor.

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Rund 80 Bürger haben am Montag in Wathlingen gegen die K+S-Pläne zur Abdeckung des Kalibergs demonstriert. Zu der Kundgebung am 4G-Park hatten die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen und das Aktionsbündnis "Hänigsen sagt Nein" aufgerufen. Die Teilnehmer hatten zahlreiche Plakate gemalt, auf denen Botschaften wie "Verkauft unsere Heimat nicht" oder "Natur statt Deponie" standen.

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