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Aus dem Landkreis 61,2 Prozent sind im Celler Land für CDU oder SPD
Celler Land Aus dem Landkreis 61,2 Prozent sind im Celler Land für CDU oder SPD
23:33 03.08.2018
Von Andreas Babel
Landkreis Celle

An der Wahlbeteiligung lag es im Wahlkreis Celle-Uelzen nicht, dass die beiden Volksparteien an Zuspruch verloren und die Rechtspopulisten der AfD an Stimmen hinzugewonnen haben. Denn immerhin drei von vier Menschen haben ihre Stimmen abgegeben (genau 75,5 Prozent). Damit war die Wahlbeteiligung sogar noch höher als vor vier Jahren, als 73,0 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben.

CDU: Die Christdemokraten sind im Wahlkreis von einem komfortablen 14-Prozent-Vorsprung auf die SPD von 44,0 Prozent auf 36,6 Prozent abgestürzt. Das sind 7,4 Prozent weniger als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. Nur auf das Gebiet des Landkreises bezogen, hat die CDU 37,0 Prozent eingefahren (ein Minus von 7,5 Prozent). Im Stadtgebiet Celle sieht das Bild nicht anders aus: Hier verlor die CDU 8,3 Prozent und hat 34,9 Prozent erreicht.

SPD: Die Sozialdemokraten haben auch im Wahlkreis Celle-Uelzen einen historischen Tiefpunkt erreicht. Im gesamten Wahlkreis hat die SPD 25,4 Prozent erzielt (4,7 Prozent weniger als im Jahr 2013). Im Landkreis Celle war die SPD mit 24,2 Prozent etwas schwächer als im Landkreis Uelzen. Die Verluste im Celler Teil des Wahlkreises sind in etwa so hoch (minus 4,8 Prozent) wie im gesamten. Und wie sieht es im Celler Stadtgebiet aus? Hier ist die SPD mit 24,9 Prozent etwas stärker als im Landkreis. Die Verluste sind aber sogar etwas größer (minus 4,9 Prozent).

AfD: Die Alternative für Deutschland (AfD) hat im Wahlkreis Celle-Uelzen weniger Wähler als im Bundesdurchschnitt: 10,9 Prozent stimmten für die AfD. Im Jahr 2013 waren es noch 4,9 Prozent. Also Zugewinnen von genau 6 Prozent. Im Landkreis Celle war die AfD stärker als im Landkreis Uelzen. 11,7 Prozent der Celler Wähler gaben ihre Zweitstimme den Rechtspopulisten (plus 6,5 Prozent). Im Celler Stadtgebiet ist die AfD noch ein wenig stärker: Hier erhielt sie 11,8 Prozent (plus 6,8 Prozent).

FDP: Die Liberalen haben im Wahlkreis die 10-Prozent-Marke knapp übertroffen (10,1 Prozent bedeutet einen Zuwachs von 5,9 Prozent). Im Landkreis Celle ist die FDP noch stärker: 10,8 Prozent stimmten hier für die Liberalen (plus von 6,4 Prozent). Im Stadtgebiet Celle ist die FDP etwas schwächer (10,4 Prozent, plus 5,9 Prozent).

Grüne: Die Grünen erreichen im Wahlkreis Celle-Uelzen mit 7,8 Prozent (genauso viel wie 2013) etwa einen Prozentpunkt weniger als im gesamten Land. Im Landkreis Celle stimmten 7,2 Prozent für die Grünen. Das bedeutet ein Plus von 0,2 Prozent. In der Stadt Celle sind die Grünen mit 8,1 Prozent etwas stärker als in Land- und Wahlkreis (plus 0,4 Prozent).

Linke: Die Linke hat mit 5,8 Prozent der Stimmen (plus 1,2 Prozent) im Wahlkreis Celle-Uelzen deutlich weniger Anhänger hiner sich gebracht als im Bundesdurchschnitt. Im Landkreis Celle sind sie noch ein wenig schwächer: Hier stimmten 5,5 Prozent für die Linke (ebenfalls plus 1,2 Prozent). Im Celler Stadtgebiet stimmten 5,8 Prozent für die Linke (ein Plus von 0,8 Prozent).

Tops und Flops der
großen Volksparteien

Das Traumergebnis von 65,0 Prozent im Feuerwehrhaus Nindorf ist der beste Wert, den die CDU im Wahlkreis Celle-Uelzen erreicht hat. An gleicher Stelle in Beckedorf langte es noch für 60,8 Prozent. Besonders wenige Wähler stimmten im Gertrud-Kock Haus (23,3 Prozent) und im Hölty-Gymnasium (23,0 Prozent) für die CDU. Die SPD schaffte ihr bestes Ergebnis im Erdölmuseum Wietze (38,5 Prozent). Besonders Wenige gaben in Nindorf (13,0 Prozent) und im Schießstand Boye (12,6 Prozent) ihre Stimme den Sozialdemokraten.

Tops und Flops der
kleineren Parteien

Das Topergebnis erzielte die AfD im Celler Hölty-Gymnasium (21,4 Prozent), das schlechteste in Beckedorf mit 3,7 Prozent. Die Boyer haben stark für die FDP gestimmt (23,7 Prozent), die Anwohner der Heese, die rund um die Pestalozzischule wohnen, besonders wenig (5,0 Prozent). Die Grünen schafften im Mehr-Generationen-Haus Celle 16,3 Prozent, in Nindorf nur 1,6 Prozent. Im Mehr-Generationen-Haus Celle hatte auch die Linke mit 12,4 Prozent ihr stärkstes Ergebnis und in Stedden mit 1,3 Prozent ihr schwächstes.