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Aus dem Landkreis Auf Umwegen durch den Ostkreis
Celler Land Aus dem Landkreis Auf Umwegen durch den Ostkreis
18:00 24.09.2018
Von Carsten Richter
Die Sperrung zwischen Eldingen und Steinhorst dauert länger als geplant. Quelle: Carsten Richter
Celle

Lärm und Bauarbeiten vor der eigenen Haustür, gesperrte Straßen und Umwege für Autofahrer: Im Celler Ostkreis finden derzeit gleich in zwei Bereichen umfangreiche Sanierungsarbeiten statt – mit Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer. In Jarnsen hat vor zwei Wochen der grundlegende Umbau der Ortsdurchfahrt begonnen. Außerdem ist die L 282 zwischen Eldingen und Steinhorst weiter wegen Sanierung gesperrt. Wie Henning Schwägermann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Montag auf CZ-Anfrage mitteilte, verschieben sich die Arbeiten dort um mindestens eine Woche. Nach derzeitigem Stand bleibt die Strecke bis Freitag, 5. Oktober, gesperrt.

Die Folgen der Sperrung bekommen besonders die Anwohner in Metzingen zu spüren. Durch den 270-Seelen-Ort führt die Umleitung von Eldingen nach Steinhorst und umgekehrt. Christian Kopmann wohnt schon seit 1986 direkt an der Kreuzung Zum Frembeck/Lindenstraße, doch so etwas hat er noch nicht erlebt. „Unter normalen Umständen ist ja hier schon viel los, aber momentan herrscht Ausnahmezustand“, sagt der 63-Jährige. Er ist froh, dass die Arbeiten bald vorbei sind – wenn nun auch später als geplant. „Jahrelang würde ich das nicht aushalten.“

Besonders nervenaufreibend ist der Lkw-Verkehr. Mitunter kommen mehrere Lastwagen mit quietschenden Bremsen vor der Kreuzung zum Stehen. "Ans Tempolimit halten sich viele Fahrer nicht", so Kopmanns Eindruck. Erschwerend hinzu kommt: Es ist Erntezeit, noch mehr landwirtschaftliche Fahrzeuge als üblich tuckern durch den Ort. Erst nach 20 Uhr wird es ruhiger, ab 4.30 Uhr geht der Verkehrslärm von vorne los. "Mit Schlafen ist es dann vorbei", sagt Kopmann.

Mit Lärm haben die Anwohner in Jarnsen auch zu tun, Jutta Alhaus hat die Baustelle direkt vor ihrer Haustür an der Straße Im Lachtetal. Die Fahrbahn ist abgefräst, der Geruch nach Teer liegt in der Luft. Alhaus hat sich mit der Situation arrangiert. "Die Arbeiten sind nötig", sagt sie und zeigt auf den Asphalt: Teile der Straße sind völlig abgesackt. Positiv sei, dass im Rahmen der neunmonatigen Sanierung die Bürgersteige verbreitert würden, damit sich Fußgänger sicherer fühlten. Die Kurve für Autofahrer in Richtung Beedenbostel soll dagegen schmaler werden. "Hier ist viel Durchgangsverkehr, und manche Fahrer rasen regelrecht durch", sagt Alhaus.

Die Arbeiten an der Straße Barnbruch sind allerdings erst für den zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Derzeit sind die Kreisstraße aus Richtung Hohnhorst und der Otternweg in Richtung Bunkenburg gesperrt. Ein früherer Anwohner, der zu Besuch in Jarnsen ist, stellt infrage, ob wirklich 66 neue Bäume nötig seien. "Die Anwohner müssen schließlich das ganze Laub wegfegen", sagt er.

Die Sperrungen in Jarnsen haben auch Auswirkungen auf die umliegenden Orte. Während in Hohnhorst weniger Verkehr ist, brausen durch Beedenbostel mehr Autos.

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