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Aus dem Landkreis Automobilsparte rettet Rheinmetall das Jahr 2014
Celler Land Aus dem Landkreis Automobilsparte rettet Rheinmetall das Jahr 2014
12:17 06.08.2018
Geschützte Kabinenfahrzeuge als Auftrag Quelle: Rheinmetall
Düsseldorf

DÜSSELDORF. „Wir waren in den vergangenen Monaten auf unseren Märkten sehr erfolgreich unterwegs. Damit haben wir das Fundament für unser Wachstum in den kommenden Jahren gelegt. Wir werden organisch wachsen und konzentrieren uns voll auf die Verbesserung unserer operativen Performance”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Rheinmetall AG Armin Papperger, am Donnerstag bei der Vorstellung der Zahlen des abgelaufenen Jahres in Düsseldorf. In der Automobilsparte sei das Unternehmen schon nahe am Ziel, in der Defence-Sparte sei er zuversichtlich, „dass wir nach einem Jahr mit ungewöhnlich hohen Sonderbelastungen 2015 die Gewinnzone wieder gut erreichen”, so Papperger.

Der Konzernumsatz hat 2014 vor allem getrieben durch die Automobilsparte um sechs Prozent auf 4,68 Milliarden zugelegt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), um Sondereffekte bereinigt, fiel von 212 auf 160 Millionen Euro. „Maßgeblich für diesen Ergebnisrückgang waren operative Belastungen im Unternehmensbereich Defence, wie etwa der Widerruf der Exportgenehmigung für ein Trainingszentrum in Russland, die durch Ergebnissteigerungen im Automotive-Bereich nicht ausgeglichen werden konnten”, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Der Automobilbereich erzielte dabei ein Plus von 184 Millionen Euro, der Rüstungsbereich neun Millionen, wobei dieser gesteigert wird durch den Stopp des Rüstungsgeschäfts mit Russland durch ein Bußgeld in Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen bei einem Geschäft in Griechenland und durch Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche. So kommt es zu einem Verlust von 67 Millionen Euro. Die Differenz zu dem Gesamtergebnis von 160 Millionen Euro erklären sich durch die Kosten der Holding, die dort berücksichtigt werden. Positiv vermerkt der Konzern erste Einsparungen der Umstrukturierungen. Diese sollen bereits einen Einspareffekt von rund 25 Millionen Euro erzielt haben.

Das Konzernergebnis nach Steuern lag noch einmal um eine Millionen Euro niedriger bei 21 Millionen Euro. Rheinmetall will seinen Aktionären in diesem Jahr deshalb auch nur 30 Cent Dividende pro Aktie zahlen. Das liegt zehn Cent niedriger als die Jahre zuvor.

Für dieses Jahr geht Rheinmetall von einer leichten Umsatzsteigerung auf 4,8 bis 5 Milliarden Euro aus. „Voraussetzungen für diese positive Entwicklung sind eine weltweit stabile Automobilkonjunktur sowie die planmäßige Realisierung der Großprojekte im Unternehmensbereich Defence”, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, wohl auch mit Blick auf das gestoppte Rüstungsgeschäft mit Russland im vergangenen Jahr.

Von Tore Harmening