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Aus dem Landkreis Betreuung an den Schulen ist gesichert
Celler Land Aus dem Landkreis Betreuung an den Schulen ist gesichert
02:57 09.08.2018
Landkreis Celle

In der Schule war das Kollegium komplett anwesend, da hätten ruhig mehr Schüler kommen können. „Wenn wir nicht sicherstellen können, dass zu Hause jemand ist, bleiben die Kinder hier“, machte die stellvertretende Schulleiterin Marlene Haacke klar. Einige Eltern hätten sich gestern Morgen telefonisch bei der Schule erkundigt, die meisten waren durch Rundfunk oder Zeitung über den Unterrichtsausfall informiert.

Abbestellt werden musste nach Abstimmung mit der Haupt- und Realschule die Mittagsverpflegung. Das Kollegium befasste sich nach Haackes Angaben mit Unterrichtsvorbereitungen oder räumte auf. Sie selber habe am Dienstagnachmittag im Radio vom Unterrichtsausfall gehört, sagte Haacke.

Einige Eltern steuerten gestern ganz bewusst mit ihren Kindern die Escheder Grundschule an. Für die Erstklässler fand die Einschulungsuntersuchung statt. Der Termin wurde wie geplant durchgeführt. „So schnell hätten wir auch keinen Ersatztermin bekommen“, sagte Haacke.

Ähnlich stellte sich die Situation in weiteren acht Grundschulen im Landkreis dar. In den meisten Fällen erschienen zwei bis drei Gundschüler. Nach telefonischer Rücksprache mit den Eltern konnte der Großteil wieder abgeholt werden. Für alle anderen richteten die Schulen Notbetreuungen ein. Die vollzählig erschienenen Lehrer und einberufenen pädagogischen Mitarbeiter kümmerten sich um die Schüler. So auch an der Grundschule Eversen. Dort kam ein Kind zur Schule. „Es bekam Arbeitsblätter vorgelegt und arbeitete am Computer“, sagte Schulleiterin Ilsemarie Friedrich.

Die Lehrerkollegien an den Schulen nutzten den Unterrichtsausfall, um die Dienstplanung voranzutreiben. „Alle Lehrer sind da und planen das zweite Schulhalbjahr“, erklärte Rektorin Ute Tolk von der Eugen-Naumann-Grundschule in Bergen. Mit Telefonketten und Anrufen der Klassenlehrer bei den Eltern verhinderten die Schulen ein Informations­chaos.

Von Joachim Gries