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Aus dem Landkreis CeBus weist Kritik zurück
Celler Land Aus dem Landkreis CeBus weist Kritik zurück
17:16 22.06.2012
Von Simon Ziegler
Landkreis Celle

Die CeBus hat sich gegen Kritik aus der Politik zur Wehr gesetzt und Äußerungen zurückgewiesen, wonach es ein großer Fehler gewesen sei, im Juni den Fahrplan zu ändern, obwohl drei Monate später der Schülertransport umgekrempelt werden muss. „Es war der Politik hinreichend bekannt, dass der Fahrplan nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte“, hält CeBus-Sprecherin Karoline Eggert dagegen.

Das Busunternehmen verweist darauf, dass zum Ende des Jahres 2011 städtische Zuschüsse an die CeBus ausliefen, was die Reduzierung des Fahrangebots zur Folge hatte. Geschäftsführer Stefan Koschick betont, dass der Fahrplanwechsel schon im Mai stattfinden sollte. „Aufgrund der politischen Diskussion haben wir diesen bis zum 4. Juni verschoben. Ein weiteres Verschieben war aufgrund der wirtschaftlichen Belastung nicht möglich“, sagte Koschick. Zwischen Januar und Mai 2012 sei dem Unternehmen ein Minus im sechsstelligen Bereich entstanden.

Allerdings dürfte es in der Bevölkerung wenig Verständnis dafür geben, dass zwei Mal innerhalb weniger Monate neue Fahrpläne umgesetzt werden sollten. Zumal das Ergebnis verheerend ist: Der neue Fahrplan wurde wegen etlicher Probleme heftig kritisiert. Nicht zuletzt deshalb wurde inzwischen verkündet, dass die Einführung der neuen Schulanfangszeiten verschoben werden muss, obwohl seit zwei Jahren an dem Konzept gearbeitet wird. Immerhin: Die CeBus hält die Einführung nach dem Ende des ersten Schulhalbjahres 2012/13 für realistisch.

Daran will auch Landrat Klaus Wiswe festhalten. „Wir haben einen Gutachter beauftragt. Jetzt wieder bei Null anzufangen, macht nicht viel Sinn“, sagte Wiswe, nachdem schon Stimmen laut wurden, die das gesamte Konzept infrage stellten. „Mein Eindruck ist der, dass man nach wie vor die Fahrtzeiten für Schüler reduzieren will“, so der Landrat mit Blick auf die politische Stimmungslage im Kreistag.

Es sei kein Desaster, wenn die neuen Schulzeiten ein halbes Jahr später umgesetzt würden, meinte er. „Lieber spät als gar nicht. Noch einen mit Mängeln behafteten Wechsel, das können wir uns wirklich nicht leisten. Da muss jetzt Ruhe rein“, so der Landrat. Zugleich übte er Kritik an einigen Eltern, denen er indirekt Egoismus vorwarf. „Mir haben Eltern gesagt, dass sie die Fahrschüler nicht interessieren“, sagte der Chef der Landkreisverwaltung. An zwei Gymnasien hatten sich Initiativen gebildet, die sich gegen die späten Anfangszeiten ausgesprochen hatten, weil der Unterricht weiter in den Nachmittag gezogen wird.