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Aus dem Landkreis Celle verliert für Unternehmen an Reiz
Celler Land Aus dem Landkreis Celle verliert für Unternehmen an Reiz
17:51 27.08.2018
Der Fachkräftemangel trifft alle Branchen, auch die Bauwirtschaft. Quelle: IG BAU
Celle

In Sachen Standortattraktivität bewerten heimische Unternehmen den Landkreis Celle im Durchschnitt mit der Note 3,5 – so das Ergebnis der aktuellen Standortumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg. Mit Blick auf die vergangenen fünf Jahre attestieren lediglich elf Prozent der befragten Betriebe dem Wirtschaftsstandort Celle eine positive Entwicklung – 36 Prozent dagegen halten die wirtschaftlichen Bedingungen im Landkreis für beeinträchtigt. Als dringendste Handlungsfelder nennen die Unternehmen hier den Facharbeitermangel sowie das fehlende Verständnis für betriebliche Angelegenheiten seitens der Politik.

Zum zweiten Mal nach 2015 hat die IHK Betriebe aufgefordert, ihre Region zu benoten. Anhand von 30 Kriterien aus den Bereichen Infrastruktur, Lebensqualität, Arbeitsmarkt/Beschäftigung, Standortkosten und wirtschaftspolitisches Umfeld fällten mehr als 1200 Unternehmen im gesamten IHK-Bezirk ihr Urteil, davon 180 aus dem Landkreis Celle.

Als Stärken für den Wirtschaftsstandort Celle sehen die befragten Betriebe vor allem sogenannte „weiche“ Faktoren an: Zufriedenheit herrscht im Hinblick auf die im Landkreis vorgehaltene Tagungs- und Hotelinfrastruktur, die medizinische Versorgung in der Residenzstadt sowie auf die wohnortnahen und qualitativ guten Schulangebote. Aber auch das derzeitige Niveau der Arbeits- und Personalkosten sowie die gute Zusammenarbeit in regionalen Branchenclustern bewerten die heimischen Firmen positiv.

„Die Unternehmen schätzen den Landkreis Celle aufgrund der guten Lebensbedingungen“, sagt IHK-Vizepräsident Thomas Treude, Inhaber der Thomas Treude GmbH aus Celle. „Trotzdem haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, geeignetes Personal für sich zu gewinnen. Das stellt eine zentrale und langfristige Herausforderung für uns dar.“ Die mangelnde Verfügbarkeit von Facharbeitern, das Niveau der Kommunalabgaben sowie des Gewerbesteuerhebesatzes betrachten die Celler Unternehmen laut aktueller IHK-Umfrage denn auch als Schwächen in puncto Standortattraktivität.

Die Umfrageergebnisse geben IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert zufolge „wichtige Impulse für Politik und Verwaltung in den Städten, Gemeinden und Landkreisen, um unsere Region erfolgreich für die Zukunft aufstellen zu können“. Im Vergleich zur Umfrage 2015 liegen im gesamten IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg die Zufriedenheitswerte bei fast allen Standortfaktoren jetzt im Durchschnitt niedriger.

Von Christina Matthies

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