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Aus dem Landkreis Celler Kreiselternrat übt Kritik an Plänen zur Sprachförderung
Celler Land Aus dem Landkreis Celler Kreiselternrat übt Kritik an Plänen zur Sprachförderung
17:21 08.05.2018
Von Carsten Richter
Celle-Landkreis

Bislang hatten sich Grundschullehrer im letzten Kindergartenjahr darum gekümmert, Sprachdefizite auszugleichen. Der Minister sprach von einer "Erleichterung" sowohl für den Kindergarten als auch für die Schulen, dass "die Kinder künftig von vertrauten Bezugspersonen gefördert" würden. Das sieht Anika von Bose, Vorsitzende des Arbeitskreises Inklusion des Kreiselternrates, anders: "Die Grundschulen übernehmen schon seit Jahren die Sprachstandsfeststellung und die Sprachfrühforderung an den Kitas. Die dazu abgestellten Lehrer haben in der Regel die entsprechend fachliche Qualifikation." Ob das Personal an den Kitas eine vergleichbare Qualifikation vorweisen könne, stellt von Bose in Frage.

"Den Schulleitungen ist es dann nicht mehr möglich, entwicklungsauffällige Kinder ein Jahr vor der Einschulung zu sehen", so die Arbeitskreis-Vorsitzende. Positiv sei in diesem Zusammenhang immer die frühe Möglichkeit zur Elternberatung durch die Schulen gewesen. Kritik übt der Kreiselternrat auch an der Investionssumme von 32,5 Millionen Euro, die Tonne den Kitas für die Sprachförderung zur Verfügung stellen will. "Antragsberechtigt sind die örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Sie verteilen die Mittel je nach Bedarf auf die einzelnen Einrichtungen. Wie man auf dieser Basis eine vernünftige Sprachfrühförderung gewährleisten will, ist mir schleierhaft."

Von Bose verwies in ihrer Stellungnahme auch auf Problem der Kitas, die schon jetzt – ähnlich wie die Grundschulen – ihren Personalbedarf bei Weitem nicht decken könnten. "Eigentlich sollten bei allen bildungspolitischen Entscheidungen die Qualität unserer Bildungseinrichtungen und das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen – stattdessen verzettelt man sich immer mehr", sagt von Bose.

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