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Aus dem Landkreis Celler Landwirte hoffen auf Regen
Celler Land Aus dem Landkreis Celler Landwirte hoffen auf Regen
17:45 25.05.2018
Von Christopher Menge
Quelle: David Borghoff
Celle-Landkreis

1,5 Arbeitskräfte aus dem gemeinsamen Betrieb der Familien Niemann und Harke seien derzeit nur damit beschäftigt, dass die Pflanzen Wasser bekommen. Schließlich bewirtschaften die beiden Familien insgesamt 350 Hektar Ackerfläche in Kragen und Scharnhorst. "Der Schwerpunkt liegt auf Kartoffeln", sagt Niemann.

Und die sind derzeit besonders auf die Beregnung mit Grundwasser angewiesen. "Ohne die Beregnung könnten wir nicht leben", sagt Niemann. "Wir würden weder Ertrag noch Qualität ernten." Der Kartoffelanbau – ein Schwerpunkt im Landkreis Celle – sei dann nicht mehr möglich. Ohne genügend Wasser setzen die Pflanzen nicht nur weniger Knollen an, sondern können auch Kartoffelschorf bekommen.

Die Krankheit tritt vor allem auf leichten Sandböden auf, wie sie im Landkreis Celle vorkommen. Und diese Böden sind auch das Problem, warum viel beregnet werden muss. "Pro Bodenpunkt kann nur ein bis zwei Millimeter Wasser gespeichert werden", sagt Peter Trumann von der Landberatung.

Daher beregnet Niemann seinen schlechten Boden mit 25 bis 30 Millimeter. "Man muss den Bodenvorrat auffüllen, aber nicht überfüllen, sonst bekommt man Sickerwasser", erklärt der Landwirt. Zwar hat er elf Trommelberegnungsanlagen, doch alle seine Flächen gleichzeitig kann er damit bei Weitem nicht beregnen. "Man muss da Prioritäten setzen", sagt der 46-Jährige.

Nach den Kartoffeln ist erstmal die Braugerste dran. Wenn aus ihr einmal Bier entstehen soll, muss sie ganz bestimmte Qualitätskriterien erfüllen – sonst wird aus der wertvollen Brau- schnell die nicht sehr lukrative Futtergerste. Daher rollt der Landwirt an diesem Wochenende bei der Gerste den Schlauch von der Trommelberegnungsanlage mit seinem Schlepper aus.

Die Beregnung ist aber auch im Zusammenhang mit der Düngung wichtig. "Die meisten Nährstoffe werden über das Wasser aufgenommen", sagt Trumann. "Wenn der Boden zu trocken ist, gibt es keinen Nährstofftransport." Die Pflanze wachse dann nicht richtig und die Nährstoffe würden letztendlich im Grundwasser landen. "Irgendwann nimmt die Pflanze nichts mehr auf und wenn es dann regnet, werden die Nährstoffe nach unten verlagert", sagt Trumann. Um das zu verhindern, werde im Frühjahr jeweils eine genaue Düngeplanung aufgestellt. – Und die Felder werden beregnet, im Landkreis Celle etwa 90 Prozent der Ackerflächen.

Niemann und die anderen Landwirte wünschen sich trotzdem Regen. Allerdings sind sie wählerisch. "Ein Sturzregen hilft nicht, das Wasser kommt dann nicht bei den Wurzeln an", so Niemann.

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