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Aus dem Landkreis Celler Landwirte warnen auf A7-Raststätte vor Schweinepest
Celler Land Aus dem Landkreis Celler Landwirte warnen auf A7-Raststätte vor Schweinepest
16:14 06.07.2018
Von Simon Ziegler
Kreisjägermeister Hans Knoop (links) macht Sergii Levkovyek aus der Ukraine auf die Afrikanische Schweinepest aufmerksam. Quelle: Oliver Knoblich
Landkreis Celle

THÖREN. Alexander Burgdorf arbeitet beim Celler Landvolk. Mit einigen Mitstreitern hat er sich gestern auf der A7-Raststätte Allertal an einem Aktionstag beteiligt. An 30 Raststätten in Niedersachsen wurden Info-Zettel an Fernfahrer vor allem aus Osteuropa verteilt. Die Autobahnraststätten gelten als mögliche Quelle der Verbreitung.

Denn schon ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot könnte verheerende Auswirkungen haben. Werden kontaminierte Speisereste von Wildschweinen gefressen, droht eine unkontrollierte Ausbreitung. Auf diese Weise habe die Schweinepest in der Vergangenheit immer wieder Sprünge von mehreren hundert Kilometern am Tag gemacht, heißt es. Das Landvolk fordert daher, dass die Raststätten abends gründlich gereinigt werden, damit Wildschweine keine verseuchten Speisen finden. Lkw-Fahrer werden gebeten, Essensreste nur in abgeschlossenen Behältern zu entsorgen. Urlauber sollen kein Fleisch aus Osteuropa mitbringen. In rohem Fleisch, gepökelten oder geräucherten Fleischwaren wie Schinken und Würsten ist das Virus monatelang haltbar.

Die Afrikanische Schweinepest gilt als gefährliche Seuche. Die hochansteckende Krankheit, die für die infizierten Tiere in der Regel tödlich verläuft, ist vor einigen Jahren erstmals in Osteuropa aufgetreten. Inzwischen wurde das Virus bereits im Raum Warschau und in Tschechien nachgewiesen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

"Wir hoffen, dass die Lkw-Fahrer durch unsere Aktion sensibler werden", sagte Kreislandwirt Jürgen Mente, der genau wie Kreisjägermeister Hans Knoop an der Raststätten-Aktion teilnahm. "Die Situation hängt wie ein Damoklesschwert über uns", so Mente. "Wir müssen alles versuchen, um die Ausbreitung zu verhindern", ergänzte Knoop. Sie verteilten Info-Zettel auf ukrainisch, bulgarisch, polnisch und russisch und versuchten mit den Fernfahrern ins Gespräch zu kommen und sie auf die Probleme hinzuweisen. Viele Fahrer schauten sich die Zettel an und gaben zu verstehen, sich an die Empfehlungen halten zu wollen. Eine echte Kommunikation war wegen der Sprachbarrieren aber oft kaum möglich.

Fachleute rechnen damit, dass die Schweinepest eines Tages nach Deutschland und Niedersachsen eingeschleppt wird. Die Schweinehalter hoffen unterdessen, dass die Pharmaindustrie einen Impfstoff entwickeln wird.

Die Schweinehaltung ist für die Celler Landwirte ein bedeutender Faktor. Nach Angaben von Kreislandwirt Mente stehen in den Ställen der hiesigen Bauern mehr als 100.000 Schweine. Rund 125 Betriebe würden im Kreisgebiet Mastschweine halten. Dazu kommen knapp 20 Betriebe, die in der Ferkelaufzucht aktiv sind.

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