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Aus dem Landkreis Celler Naturschutz made in Brüssel
Celler Land Aus dem Landkreis Celler Naturschutz made in Brüssel
16:08 05.04.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Landkreis Celle

Ist der Schritt vollzogen, könnten in diesen Gebieten gewisse Aktivitäten eingeschränkt werden – zum Beispiel Segeln auf dem Hüttenseepark, obwohl der Landkreis Celle daran gar kein Interesse hat. Anderes Beispiel: Flächen mit besonderen Pflanzen dürften nicht mehr betreten werden.

Das letzte Wort haben die Celler Kreistagspolitiker. Sie werden vermutlich in der zweiten Jahreshälfte nach und nach über die einzelnen Naturschutzgebiete abstimmen, nachdem die ersten Abstimmungen bereits 2017 über die Bühne gingen. Schon entschieden wurde etwa über die Waldstücke Hellern bei Wietze und Brand bei Nienhagen. Ein Teil der langen Liste wird wohl erst im kommenden Jahr auf der Agenda sein, sagt Kreisrat Gerald Höhl, beim Landkreis für die Umweltthemen zuständig. Man schafft es vorher einfach nicht.

Die EU hat in den 90er Jahren das Ziel ausgegeben, dass die Mitgliedsstaaten sich mehr in Sachen Arten- und Pflanzenschutz engagieren müssen. Der Bund gab das Thema an die Länder weiter und diese an die Landkreise. Dort brennt jetzt der Baum. Denn die EU fordert, dass die neuen Naturschutzgebiete bis Ende 2018 festgelegt sein müssen. Wenn nicht, drohen Vertragsstrafen, die wiederum vom Bund auf die Länder und von dort auf die Kreise weitergereicht werden könnten. "Wir stehen unter einem gewissen Zeitdruck – wie alle Landkreise", räumt Höhl ein.

Grundsätzlich ist in Naturschutzgebieten der Arten- und Pflanzenschutz am höchsten. Das bedeutet in der Praxis Einschnitte für die Nutzer. Land- und Forstwirte bekommen mehr Auflagen. Wiesen dürfen zum Beispiel nur noch dann gemäht werden, wenn Vögel nicht gestört werden.

Unterdessen versteht man vor Ort nicht, zum Beispiel bei den Aschauteichen, warum man das Naturschutzgebiet nicht einfach so zuschneiden kann, dass die Fischwirtschaft außen vor bleibt. Geht nicht, heißt es beim Landkreis. "Die Flächen stehen seit Jahren fest. Die EU akzeptiert keine Veränderungen", sagt Höhl.

Bernd Harding, stellvertretender Ortsbürgermeister von Thören/Bannetze, legt seinen Posten nieder. Der 69-Jährige hat in einem Schreiben an die Gemeinde mitgeteilt, dass er aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe als stellvertretender Ortsbürgermeister nicht mehr wahrnehmen könne. Der FDP-Politiker betonte, Mitglied des Gemeinderates sowie beratendes Mitglied im Ortsrat zu bleiben.

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