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Aus dem Landkreis Celler Pestalozzischule bleibt bis 2028 erhalten
Celler Land Aus dem Landkreis Celler Pestalozzischule bleibt bis 2028 erhalten
15:30 13.04.2018
Von Simon Ziegler
Landkreis Celle

Bereits am Donnerstag hatte der Schulausschuss des Kreistages über die Zukunft der Pestalozzischule beraten. CDU, SPD, FDP, WG, UB und AfD votierten für die Verlängerung. Nur die Grünen stimmten dagegen. Sie fürchten eine Rolle rückwärts bei der Inklusion.

In der Bewertung waren sich die politischen Kräfte uneins. „Durch diesen Beschluss können noch bis zum Jahr 2023 Kinder mit dem Förderbedarf Lernen an der Pestalozzi-Schule in die Sekundarstufe I eingeschult werden und ihren Abschluss machen, wenn die Eltern das wünschen“, sagte SPD-Fraktionschef Mathias Pauls. „Wir wollen damit die angespannte Situation der Versorgung mit Förderschullehrkräften etwas entzerren und so der Umsetzung der Inklusion mehr Luft verschaffen.“ Es gehe darum, dass der Übergang zur inklusiven Schule verlängert werde.

Unter Eltern sei der Wunsch groß, ihre Kinder mit Förderbedarf "in einer eigenen Schule und eben nicht in einer Oberschule zu beschulen", sagte Hubertus Bühmann (CDU). Die Mehrheitsgruppe – bestehend aus CDU, FDP, WG und UB – legte kurzfristig einen Antrag auf den Tisch, wonach die Förderschulen "entfristet" werden sollen. Im Klartext: Förderschulen sollen dauerhaft auch über das Jahr 2028 hinaus bestehen bleiben. Diese Entscheidung liegt allerdings nicht beim Celler Kreistag, sondern beim Land Niedersachsen.

Es könne nur Freude geben, dass der Antrag zur Verlängerung der Förderschule bis 2028 jetzt umgesetzt werde, betonte Charles Sievers. "Es geht darum, dass Wahlfreiheit entsteht", so der FDP-Politiker. Jens-Christoph Brockmann (AfD) erklärte: "Es wird Bewährtes erhalten. Wir hoffen, dass daraus eine Dauerlösung wird. Die öffentliche Meinung geht klar in diese Richtung."

Marlies Petersen (Grüne) drückte dagegen die Befürchtung aus, dass "das Thema Inklusion auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird“. Die Frist bis 2028 sei deutlich zu lang. "Es ist jetzt an der Zeit, die notwendigen räumlichen Gestaltungen in den Oberschulen vorzunehmen und für mehr Fachkräfte an den Schulen zu sorgen statt Doppelstrukturen zu finanzieren."

Hintergrund der Debatte ist die Novellierung des Schulgesetzes, erläuterte Schulamtsleiter Reinhard Toboll. Die Große Koalition in Hannover ermöglicht es den Schulträgern, ihre Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen bis maximal 2028 zu betreiben. Nach dem Vorschlag der Kreisverwaltung soll aus Platzgründen eine Außenstelle der Pestalozzischule in Wathlingen eingerichtet werden, sollten mehr als 32 Schüler für das kommende Schuljahr an der Einrichtung in der Celler Neustadt angemeldet werden.

Die Förderschulen mit anderen Schwerpunkten – zum Beispiel körperlich-motorische oder geistige Entwicklung – sind von der Diskussion nicht betroffen. Sie bleiben dauerhaft bestehen. Viele Schüler der Förderschulen Lernen werden inzwischen an Oberschulen unterrichtet, was in der Praxis viel Kritik hervorgerufen hat.

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